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Der Überblick

Portrait Thomas Künzel

Meinung Krisenhilfen. Geld ersetzt keine Reformen

Eine »Krise nationaler Tragweite« – das sind große Worte. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer beschreibt damit die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe: Regionale Ernte- und Qualitätsverluste infolge von Hitze und Dürre treffen auf teuren Diesel und Dünger sowie wirtschaftlichen Druck in der Tierhaltung. Zugleich zieht er eine wichtige Grenze: Nicht jede Ertragsschwankung könne der Staat ausgleichen.

Acker mit Trockenriss, eine Weizenähre liegt auf dem Boden

Ackerbau. Das wird sich ändern

Die Wetterbedingungen der zurückliegenden Monate mit Hitzewellen und extremer Trockenheit lassen erahnen, was der Klimawandel bedeutet. Was ist künftig mit Blick auf das Pflanzenwachstum, aber auch auf den Pilz- und Schädlingsdruck zu erwarten? Erno Bouma wagt einen Ausblick.

Einzelkornsäaggregat an einer polnischen Strip-Till-Maschine

Portrait. Gesunder Boden stabilisiert Erträge

Wenn Niederschläge knapp sind und zunehmend zur falschen Zeit fallen, wird Ertragsstabilität zur zentralen Frage im Ackerbau. Auf Gut Klein Bünzow reagiert Christian Hinz mit einem System aus Minimalbodenbearbeitung, Strip-Till, Zwischenfrüchten und breiter Fruchtfolge. Wie dieses über Jahre auf seinen Flächen entstanden ist, beschreibt Catrin Hahn.

 agrarfoto

USA. Glyphosat bleibt ein Thema

Im Mutterland der auf Herbizidresistenz basierenden Anbausysteme ist die Diskussion um Glyphosat so lebendig wie eh und je. Im Juni hatte zwar der Oberste Gerichtshof im Sinne von Bayer/Monsanto die jahrelangen Auseinandersetzungen über Krebswarnhinweise vorerst beendet: Da die US-Umweltbehörde EPA den Wirkstoff weiterhin nicht als krebserregend einstuft, können entsprechende Warnhinweise auch auf Ebene der Bundesstaaten nicht verlangt werden. Für Bayer war die Klagewelle ein Milliardengrab.