Thomas Künzel
Editorial
Effizienz allein reicht nicht mehr, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gefragt ist ein neues Verständnis von Produktivität, das Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit verbindet. Wir müssen Wege finden, Ertragssicherung und Ressourcenschutz nicht gegeneinander auszuspielen. Dazu gehört, dass Landwirte auch künftig über einen funktionsfähigen Werkzeugkasten verfügen – mit modernen, gezielten und umweltverträglichen Pflanzenschutzlösungen.
Wer Ernährungssouveränität will, muss der Landwirtschaft die Mittel an die Hand geben, um sie zu gewährleisten – wissenschaftsbasiert, technologieoffen und mit Mut zur Vernunft.
Transformation
Selbstversorgung. Versorgung unter Druck
Klimawandel, Regulierung und der Verlust zentraler Pflanzenschutzwirkstoffe belasten
die heimische Produktion. Eine aktuelle Studie zeigt: Während Klimarisiken
langfristig wirken, kann Regulierung kurzfristig zu massiven Ertragseinbußen und wachsender Importabhängigkeit führen.
Ernährungssouveränität und Wirkstoffverluste
Wie sicher ist unsere Lebensmittelversorgung wirklich? In dieser Podcast-Episode sprechen wir über den Verlust zentraler Pflanzenschutzwirkstoffe – und seine Konsequenzen für Erträge, Betriebe und Selbstversorgungsgrade. Auf Basis aktueller Studien diskutieren wir, warum Klimawandel langfristig wirkt, Regulierung aber kurzfristig massive Effekte entfalten kann: Ertragseinbußen von 10 bis 25 %, wachsende Importabhängigkeit und steigende ökonomische Risiken, insbesondere für Sonderkulturen wie Obst, Gemüse oder Kartoffeln.
Wir ordnen ein, was das für die Ernährungssouveränität bedeutet, warum ökologische Ziele und Versorgungssicherheit neu austariert werden müssen. Ein nüchterner Blick auf Zahlen, Wirkzusammenhänge und politische Zielkonflikte. Und mit Blick auf die Frage: Wie viel heimische Produktion wollen – und können – wir uns noch leisten?