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Der Überblick

Landwirt in Brasilien steht in einem Sojafeld

Brasilien. Exportschub durch die Handelskriege

Brasilien war bereits eine Agrarmacht, bevor US-Präsident Donald Trump die Handelspartner der USA mit Strafzöllen überzog. Doch insbesondere der Konflikt zwischen Washington und Peking hat die brasilianischen Agrarexporte noch einmal forciert – und die Südamerikaner noch stärker an China gebunden. Wie steht es heute um die Landwirtschaft in Brasilien?

Wasserhanf-Pflanze

USA. Wasserhanf: Zwischen Ratlosigkeit und neuen Verfahren

Wasserhanf ist der Ackerfuchsschwanz des US-Mittelwestens. Der Druck dieser Amarant-Art auf die Sojabestände wächst – und die Grenzen der Chemie werden immer deutlicher. In Illinois wurden Anfang 2026 erstmals Populationen mit einer Resistenz gegen Glufosinat bestätigt. Damit sind dort inzwischen Resistenzen gegen alle Wirkstoffgruppen nachgewiesen, die bislang zur Nachauflaufbekämpfung von Wasserhanf in Mais und Sojabohnen wirksam waren. Entsprechend breit suchen Wissenschaftler und Landwirte nach Alternativen.

Portraitfoto Norbert Lins

Europa. 3.500 Wünsche für die neue GAP

Nun beginnt das große Sortieren: Berichterstatter Norbert Lins und die Schattenberichterstatter der Fraktionen müssen daraus möglichst gemeinsame Kompromisse formen. Bis zur Abstimmung im Agrarausschuss am 1. Dezember sind dafür 13 technische Treffen angesetzt. Im Januar soll dann das Plenum seine ­Position beschließen.

 agrarfoto

USA. Glyphosat bleibt ein Thema

Im Mutterland der auf Herbizidresistenz basierenden Anbausysteme ist die Diskussion um Glyphosat so lebendig wie eh und je. Im Juni hatte zwar der Oberste Gerichtshof im Sinne von Bayer/Monsanto die jahrelangen Auseinandersetzungen über Krebswarnhinweise vorerst beendet: Da die US-Umweltbehörde EPA den Wirkstoff weiterhin nicht als krebserregend einstuft, können entsprechende Warnhinweise auch auf Ebene der Bundesstaaten nicht verlangt werden. Für Bayer war die Klagewelle ein Milliardengrab.

Landschaft mit Wiesen und Bäumen

Dänemark. Identität sticht Geld

Gerade in der Umweltpolitik wird häufig unterstellt: Ist ein Vorhaben ökologisch sinnvoll, muss es sich auch politisch durchsetzen lassen. Landwirte müssen dann eben entschädigt werden – etwa für eine Moorwiedervernässung oder mehr Biodiversität. Doch reicht Geld allein wirklich aus?