Lisa Langbehn

Editorial

Man isst, weil man Nährstoffe und Energie zu sich nehmen muss – natürlich. Aber neben dieser elementaren gibt es auch immer eine soziale Komponente von Essen und Trinken: Es kann Gemeinschaft herstellen zum Beispiel,  soziale Bindungen stärken. Und es lassen sich über die Art der Ernährung und der Lebensmittel, die man konsumiert, der eigene Status darstellen und persönliche Überzeugungen.
Da es im Laufe der Zeit aber immer wieder neue Ereignisse gibt und sich die sozialen Rahmenbedingungen ändern, entstehen auch immer wieder neue Erzählungen rund ums Essen und Trinken. Für Landwirte und die Ernährungsindustrie ist es daher gar nicht so einfach, sich auf Trends einzustellen. Denn ob das, was gerade aktuell ist, morgen vielleicht schon wieder überholt ist, lässt sich schwer voraussagen: Ist »nachhaltig« inzwischen doch nicht mehr so hoch im Kurs? Geht es beim Kein-Fleisch-Essen künftig stärker um die eigene Gesundheit als um den Tierschutz oder das Klima? Wie viel Potential steckt in den Ersatzprodukten für Milch und Fleisch für die heimische Landwirtschaft? Um diese Fragen dreht sich unser Dossier. 

Ernährungstrends

Psychologie. Was wir warum essen

Essen hat immer auch einen psychologischen Aspekt. Der ändert sich allerdings im Laufe der Zeit. Wie sich die Funktionen und Narrative mit Blick auf das Essen entwickelt haben, zeigen Jens Lönneker und Marco Diefenbach.

WEITERLESEN

Zum Schutz Ihrer Persönlichkeitssphäre ist die Verknüpfung mit dem Video-Streaming-Dienst deaktiviert. Per Klick aktivieren Sie die Verknüpfung. Wenn Sie das Video laden, akzeptieren damit Sie die Datenschutzrichtlinien des Video-Streaming-Dienstes. Weitere Informationen zu den Datenschutzrichtlinien des Video-Streaming-Dienstes finden Sie hier: Google - Privacy & Terms

Tempeh-Flocken in einem Küchensieb

Fleischersatz. Wirtschaftliche Chancen für uns

Es ist noch ein kleiner Markt, aber er wächst. In den kommenden Jahren rechnet Ivo Rzegotta in Deutschland mit Milliardenumsätzen. Aber wegen der langsamen Zulassung durch die EU und die hohen nationalen Hürden drohen die Unternehmen in die USA oder nach Ostasien abzuwandern. Verspielen wir da gerade eine Chance?

verschiedene Lebensmittel

Speiseplan. Wie viel Pflanze verträgt Ernährung?

Spätestens mit dem Einzug von Umwelt- und Klimawirkungen in die Ernährungsempfehlungen ist klar: Beim Essen geht es längst um mehr als die Versorgung des Körpers mit Energie und Nährstoffen. Stattdessen soll unsere

Ernährung mit Blick auf CO2-Bilanz und Wasserverbrauch stärker als bisher pflanzenbetont sein. Ob das überhaupt sinnvoll ist, zeigt Malte Rubach.

Laborfleisch: Eine Revolution!

In-Vitro-Fleisch wird bereits in den kommenden Jahren konventionell erzeugte Schnitzel, Burger, Wurst & Co. aus dem Supermarktregal verdrängen. So sieht zumindest das Szenario von Zukunftsforscher Nick Lin-Hi aus. Wie ist die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft darauf vorbereitet? Was bedeutet diese Entwicklung für die klassische Form der Tierhaltung und welche Chancen ergeben sich daraus für Tierhalter?

Fleisch in einer Petrischale im Labor

Fleisch. Vom Labor auf den Tisch

Mit Fleisch aus dem Bioreaktor steht eine Sprunginnovation an

der Schwelle zum Markteintritt. Noch ist die Technologie nicht dazu bereit, In-vitro-Fleisch zum Alltag werden zu lassen. Doch das ist nur eine Frage der Zeit, meint Nick Lin-Hi.

Nachhaltigkeit. Mehr Pflanzenkost fürs Klima?

In der Debatte über nachhaltige Ernährung wird von manchen Seiten immer wieder der Anschein erweckt, dass besonders die Erzeugung tierischer Lebensmittel nicht nachhaltig sei. Schnell kommen dann Forderungen hinzu, die Nutztierhaltung deutlich zu reduzieren, um die Umweltwirkung zu mindern. Doch das ist eine ziemlich einseitige Betrachtung.

Insekten. Das große Krabbeln hat begonnen

Essbare Insekten sind in der EU ein Nischenprodukt. Doch Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und die Ernährungssicherung für eine wachsende Weltbevölkerung rücken sie zunehmend ins Blickfeld von Unternehmen. Die Zeichen stehen auf Wachstum.