Alle Artikel

Der Überblick

Agrarlandschaft mit Höfen und Feldern

Dänemark. Wie lange hält die Geduld?

In Dänemark gab es bisher es keine Schlepper-Demonstrationen. Dort setzen sich üblicherweise Regierung und Interessenverbände zusammen und handeln Kompromisse aus. Für den Bereich der Landwirtschaft hatte dies zuletzt 2024 funktioniert, als die Regierung – verbunden mit umfangreichen Gegenleistungen – eine ab 2030 geltende CO2-Steuer auch für diesen Sektor ankündigte. Bisher einmalig in Europa.

Europa. GAP: Verursacherprinzip statt Subvention?

Steuern auf Mineraldünger? In einer Phase hoher Preise und knapper Märkte wirkt das wie ein Vorschlag zur Unzeit. Und auch Grenzausgleichsmechanismen für Agrarimporte sind schnell gefordert, aber schwer umzusetzen. Genau solche Instrumente stellt eine Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aber in den Mittelpunkt – und liefert damit einen unbequemen Gegenentwurf zur bisherigen Agrarpolitik.

Fleischrinder in Australien

Australien: Freihandel weniger schmerzhaft als befürchtet

Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.

Thomas Künzel

Meinung Regulierungen. Hoffnungsvolle Zweifel

Die Stimmung ist angespannt: 29 % der Führungskräfte im Mittelstand blicken laut R+V Versicherung mit Sorge auf die Zukunft des eigenen Unternehmens – 2024 waren es erst 17 %. Sogar 69 % halten die deutsche Wirtschaft für stark krisengefährdet. Und in der Landwirtschaft fürchtet rund ein Drittel der Betriebsleiter eine nachlassende politische Unterstützung. Das ist kein Alarmismus, sondern schleichender Vertrauensverlust.