Frachtschiff mit Öl

Iran-Krieg. Ernährungssicherheit in Gefahr? Ein Blick auf die Fakten

Diese Meldungen prägen aktuell jede Nachrichtensendung: Tanker stauen sich vor der Straße von Hormus, Ölpreise schießen nach oben, an den Zapfsäulen wird es spürbar teurer. Die Folge ist absehbar – steigender Inflationsdruck. Und schnell ist die nächste Schlagzeile da: "Dünger-Dilemma in Deutschland" titelte gestern etwa "Wirtschaft vor acht" in der ARD. Droht jetzt also tatsächlich eine Düngemittelkrise – und am Ende sogar eine Gefährdung der Ernährungssicherheit?

Debatte. Ernährungssicherheit ins Grundgesetz?

Was bedeutet Ernährungssicherheit eigentlich für den Staat – und welchen Rang sollte sie im politischen Zielsystem haben? Der Göttinger Agrarrechtler Prof. José Martínez plädiert dafür, "Ernährungssicherheit" als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Das hätte aus seiner Sicht weitreichende Folgen für Rechtsprechung, Verwaltung und Agrarpolitik.

Portraitfoto Henning Schroll auf seinem Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern

Portrait. Wo wirtschaftet es sich besser?

Henning Schroll führt seit über 30 Jahren einen Betrieb in Dänemark und einen in Deutschland. Bürokratie, Image, Umweltgesetzgebung – beide Länder haben für ihn Vor- und Nachteile.

Portrait Katharina Heil

Meinung Fleischwerbung. Verhältnismäßigkeit? Fehlanzeige!

Amsterdam verbietet Fleischwerbung im öffentlichen Raum. Ab Sommer dürfen Fleischprodukte dort nicht mehr auf öffentlichen Plätzen oder im Nahverkehr plakatiert werden. Die Begründung: Klimaschutz.

Meinung Regulierungen. Hoffnungsvolle Zweifel

Die Stimmung ist angespannt: 29 % der Führungskräfte im Mittelstand blicken laut R+V Versicherung mit Sorge auf die Zukunft des eigenen Unternehmens – 2024 waren es erst 17 %. Sogar 69 % halten die deutsche Wirtschaft für stark krisengefährdet. Und in der Landwirtschaft fürchtet rund ein Drittel der Betriebsleiter eine nachlassende politische Unterstützung. Das ist kein Alarmismus, sondern schleichender Vertrauensverlust.

Mercosur. Kernbereiche sind geschützt

Kein anderes EU-Handelsabkommen sieht sich derart starken Vorbehalten aus der Landwirtschaft gegenüber wie das mit den Mercosur-Ländern. Doch was ist an den Vorwürfen dran? Janine Pelikan gibt einen Überblick und ordnet die zentralen Punkte ein.

Getreidehaufen auf einem Markt in Indien

Indien. Großes Potential, viele Herausforderungen

Beim Handelsabkommen zwischen der EU und Indien bleiben die für beide Seiten sensiblen Bereiche in der Landwirtschaft außen vor. Dennoch ergeben sich über den Zollabbau für EU-Anbieter Perspektiven im Agrar- und Lebensmittelsektor. Welche sind das? Und wie ist es um die Landwirtschaft im bevölkerungsreichsten Land der Erde eigentlich bestellt?

Ein Frachtschiff wird mit Getreide beladen

Ukraine. Die EU kann die Ukraine verkraften

Im Oktober 2025 hat die EU den Rahmen für ihre Handelsbeziehungen mit der Ukraine überarbeitet. Parallel dazu laufen seit dem Herbst 2024 Verhandlungen über einen EU-Beitritt. Welche Folgen ein freier Zugang der Kornkammer Ukraine zum EU-Binnenmarkt hätte, analysiert das Thünen-Institut für Marktanalyse

Zwei Männer sitzen an einem Tisch und geben sich die Hand

Welthandel. US-Zölle ebnen den Weg für neue Allianzen

Je mehr Zölle Präsident Trump verhängt, desto größer wird der Druck auf andere Länder, sich für neue Bündnisse zu öffnen. Die EU-Abkommen mit den Mercosur-Ländern und Indien stehen im Vordergrund, Australien soll folgen. Aber auch Kanada und China suchen wieder gemeinsame Linien und Brasilien hält in Asien nach neuen Absatzwegen Ausschau.

EU- und UK-Flagge vor blauem Himmel

EU-UK-Abkommen: Annäherung mit Risiken

Der Brexit war politisch gewollt, seine wirtschaftlichen Folgen werden jedoch erst nach und nach sichtbar. Während Deutschland mit dem Vereinigten Königreich einen ordnungspolitisch gleichgesinnten Partner – der ebenso für mehr Haushaltsdisziplin und Freihandel stand – verloren hat, steht London vor der Aufgabe, die Wettbewerbsfähigkeit seines Agrar- und Ernährungssektors zu sichern.

Portrait Christian Bickert

Meinung Mercosur. Auf Eis – aber nicht vom Tisch

Eine knappe Mehrheit der EU-Parlamentarier hat sich offenbar an den Außentemperaturen in Deutschland orientiert und Mercosur "auf Eis gelegt". Vielleicht standen auch vor allem die mehrheitlich linken und grünen Abgeordneten im Nebel, sodass ihnen die Weitsicht fehlte.

Portrait Katharina Skau

Meinung Biozid-Verordnung: Kopfweiden gegen Ratten?

Seit dem 1. Januar 2026 gelten für die Bekämpfung von Schädlingsnagern neue Regeln. War man als Landwirt in der Vergangenheit mit dem Sachkundenachweis Pflanzenschutz ausreichend geschult, benötigt man nun ab Mitte 2027 darüber hinaus ein neues Zertifikat.

Ein Frachter auf dem Ozean

Mercosur-Abkommen. Über die Ziellinie geschleppt

Und sie bewegt sich doch. Gemeint ist die EU, die 26 Jahre nach dem Start der Verhandlungen am Freitag (9. Januar) für die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den Gründungsmitgliedern des Mercosur gestimmt hat.

Landwirtschaftlicher Betrieb Dänemark

Dänemark. Mit Quoten gegen N-Einträge

Dänemark stellt seine Stickstoffpolitik neu auf. Ab 2027 soll der N-Eintrag von landwirtschaftlichen Flächen in Gewässer nicht mehr allein über Maßnahmenvorgaben, sondern über betriebsspezifische Emissionsquoten gesteuert werden. Das System ist Teil der »grünen Transformation «, auf die sich Regierung, Parlament und Wirtschaft 2024 verständigt hatten.

Portrait Thomas Künzel

Meinung Rentenpaket. Was für ein Reinfall

Die Kanzlermehrheit steht, das Rentenpaket ist verabschiedet. Alles gut also? Eher im Gegenteil.

Lagos, Hauptstadt von Nigeria

Afrika. Der Nachfrager der Zukunft

Auf keinem Kontinent wächst die Bevölkerung schneller als in Afrika. Die landwirtschaftliche Erzeugung kann da nicht mithalten. In den kommenden zehn Jahren dürften allein die Getreidekäufe der Region um 35 Mio. t zunehmen. Dazu kommen stark steigende Einfuhren an Pflanzenölen, Fleisch und Zucker – die auch der EU neue Absatzmöglichkeiten eröffnen.

Dronenbild Maisfeld

Südamerika. Rosige Aussichten für den Großversorger

Südamerika gehört zu den Gewinnern der vielen von US-Präsident Trump angezettelten Handelskonflikte. Viele Käufer greifen vermehrt auf Produkte aus Brasilien oder Argentinien zurück. Und deren Aussichten sind damit weiter positiv.

Finger bewegen eine Schachfigur

Agrarrohstoffe. Bauernopfer im globalen Machtspiel

Es geht eigentlich gar nicht um Zölle oder Wirtschaft. Vielmehr fechten die USA und China einen Kampf um die Dominanz in der Weltpolitik aus. Agrarexporte sind da nicht mehr als eine Figur auf dem Spielbrett, meint Carlos Mera.

Pflügen eines Maisackers

Marktfaktoren. Welche Rolle spielt die Politik?

Preise leiten sich zuallererst ab aus Angebot und Nachfrage. Aber noch ganz andere Faktoren nehmen Einfluss: Zölle und die Renationalisierung der Wirtschaft, Klimamaßnahmen, die Biokraftstoffpolitik oder Energiekosten. Was bedeutet das langfristig für unsere Agrarprodukte?

Portrait Dr. Bastian Steinhoff- Knopp

Meinung Bodenüberwachungsrichtlinie. Kein Grund zur Panik

In Brüssel wurde kürzlich die sogenannte Bodenüberwachungsrichtlinie (Soil Monitoring Law) beschlossen. Welche Absicht steckt dahinter?