Rapsschote

Ölsaaten. Rohstoffsicherung im Fokus

Die Ernteprognosen für den Raps in der EU liefen bis zuletzt deutlich auseinander. Dabei ist am Ende nicht entscheidend, ob die Produktion 1 Mio. t größer oder kleiner ausfällt. Wichtiger ist, ob der Importbedarf gesichert ist – und hier bestehen noch Zweifel. Dazu kommen immer wieder Preisspitzen, ausgelöst durch Sprünge beim Rohöl, und auch der US-Sojamarkt liefert immer wieder Unterstützung.

Rapsfeld vor der Blüte

Raps. Gute Ausgangslage für die neue Saison

Kanada und Australien rechnen mit deutlich kleineren Rapsernten, die Ukraine will stärker auf Öl- und Schrotexporte setzen. Und in der EU ist Rapsöl als Rohstoff in der Biodieselproduktion gefragt. Das spricht gegen eine deutliche Preiskorrektur nach

unten in den kommenden Monaten – trotz der erwarteten großen EU-Ernte.

Ernte Gerste

Getreide. Am Export geht kein Weg vorbei

Die deutschen Landwirte fahren aller Voraussicht nach in diesem Jahr erneut eine gute Getreideernte ein. Weil der Futtermittelverbrauch seine besten Zeiten hinter sich hat, steigt die Bedeutung des Auslandsgeschäfts und der anderen Verwertungen für die Nachfrage und die Preisentwicklung. Welche Perspektiven bieten sich hier zum Start in die neue Saison?

Fleischrinder in Australien

Australien: Freihandel weniger schmerzhaft als befürchtet

Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.

Meinung Regulierungen. Hoffnungsvolle Zweifel

Die Stimmung ist angespannt: 29 % der Führungskräfte im Mittelstand blicken laut R+V Versicherung mit Sorge auf die Zukunft des eigenen Unternehmens – 2024 waren es erst 17 %. Sogar 69 % halten die deutsche Wirtschaft für stark krisengefährdet. Und in der Landwirtschaft fürchtet rund ein Drittel der Betriebsleiter eine nachlassende politische Unterstützung. Das ist kein Alarmismus, sondern schleichender Vertrauensverlust.