in Südamerika erreicht mit 245 Mio. t einen
Spitzenwert; damit stellt die Region 57 % der globalen Erzeugung. Foto: Alecio – stock.adobe.com
Ölsaaten. Rege Nachfrage stützt den Raps
Die Rapspreise in der EU haben zum Jahresbeginn deutliche Zugewinne verzeichnet. Was steckt dahinter und wie dauerhaft ist diese Entwicklung – vor allem vor dem Hintergrund der letztjährigen Rekordernte an Ölsaaten?
Man konnte sich schon verwundert die Augen reiben: Noch am Vorweihnachtsabend hatte die Rapsnotierung am Terminmarkt in Paris ein Fünfzehnmonatstief markiert, nur um in der Woche nach dem Jahreswechsel unvermittelt steil nach oben zu schießen. Mitte Januar pendelte sich der Ende Februar auslaufende Frontkontrakt dann bei 470 bis 475€/t ein – und damit mitten in dem Preisband, in dem sich der Kurs zwischen Anfang August und Mitte Dezember bewegt hatte. Wie lässt sich die heftige Preisdelle im Dezember erklären, und wie nachhaltig ist die jüngste Erholung?
Zunächst einmal herrscht im Wirtschaftsjahr 2025/26 kein Mangel an Rapssaat. Alle Ernten sind eingefahren, und die Ergebnisse vieler großer Erzeuger beziehungsweise Exporteure übersteigen die Vorjahresmengen zum Teil deutlich:
- EU: + 3,4 auf 20,2 Mio. t,
- Kanada: + 2,6 auf 21,8 Mio. t,
- Australien: + 0,8 auf 7,2 Mio. t
- Russland: + 1 auf 5,6 Mio. t.