Schon das Wort Treibhausgas-Minderungsquoteist ein Ungetüm. Was aber dahintersteckt, ist ein wahres Monstrum an Komplexität. Kern ist die EU-Richtlinie zur Erneuerbaren Energie (RED II). Die verpflichtet zum Ersatz fossiler Kraftstoffe durch nachhaltigen Biosprit, fortschrittlichen Biosprit, Strom aus Wind, Sonne und Biogas sowie aus diesem Strom erzeugte Kraftstoffe (etwa Wasserstoff).
Einige Alternativen sind bereits marktreif – zum Beispiel vollelektrisch angetriebene Schlepper. Großtraktoren und Erntemaschinen hingegen sind auch weiterhin auf Flüssigkraftstoffe angewiesen. Doch welche? Vieles ist noch unbeantwortet und einige Hürden gilt es aus dem Weg zu räumen.
Das BMEL plant, die Tierhaltungskennzeichnung relativ kurzfristig auch für Rindfleisch einzuführen. Der bisher vorgelegte Entwurf stößt auf Kritik, viele Inhalte müssen nachgebessert werden. Das fordert ein Verbund aus verschiedenen Branchenvertretern.
Entzündungsprozesse sind eine wesentliche Ursache für Schwanzverletzungen beim Schwein. Wie man ihnen entgegenwirken kann und was das für einen Kupierverzicht bedeutet, zeigt Gerald Reiner.
Schritt für Schritt voran geht es mit der staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Über deren Notwendigkeit oder das Tempo der Umsetzung kann man viel diskutieren. Aber keinesfalls sollte das BMEL den zweiten Schritt vor dem ersten gehen. Ein Stolpern ist da doch schon vorprogrammiert.
Über 70 % der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft werden der Milchviehhaltung zugesprochen. Deshalb ist die Branche schon frühzeitig aktiv geworden. Immer mehr Milchviehhalter kennen bereits ihren CO2-Fußabdruck. Doch das allein reicht nicht, denn die Berechnungsgrundlage ist nicht einheitlich und der Wert geschätzt.
Fehlende Arbeitskräfte in der Nutztierhaltung sind europaweit ein riesiges Thema. Robotik und KI bieten hierfür Lösungsansätze. Weitere Trends in der Tierhaltungstechnik sind die Emissionsminderung und die Verbesserung des Stallklimas.
Es stellt sich die Frage, ob es noch Sinn macht zu dieser fortgeschrittenen Jahrezeit noch Wintergerste zu säen und wenn ja, in welcher Saatstärke oder, ob über Weizenaussaat bzw. Alternativen nachgedacht werden muss.