Die vergangenen Jahre waren geprägt von starken Preisschwankungen, geopolitischen Verwerfungen, steigenden Kosten und wachsenden regulatorischen Anforderungen. Mehr denn je kommt es darauf an, strukturelle Stärken und Entwicklungschancen zu nutzen.
Auf kontinental-trockenen Standorten kann die regenerative Landwirtschaft ihre Stärken besonders gut ausspielen. Das zeigt ein Langzeitversuch in Österreich. Bodenbedeckung, Fruchtfolge und Bodenbearbeitung sind dabei die zentralen Punkte.
Das deutsche Düngerecht muss einmal mehr überarbeitet werden. Der Diskussionsprozess für die Neugestaltung ist in vollem Gange. Wo stehen wir aktuell? Und welche Weichenstellungen gibt es bereits?
Wie lassen sich Ammoniakverluste bei der mineralischen Düngung reduzieren und die Stickstoffeffizienz steigern? Antworten darauf liefert ein deutschlandweites Verbundprojekt. Andreas Pacholski, Sina Kukowski und Heinz Flessa stellen die Ergebnisse vor.
Silomais wird oftmals großzügiger mit Stickstoff versorgt, als es tatsächlich nötig wäre. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Düngung deutlich präziser an Boden, Witterung und Fruchtfolge anpassen ließe – ohne Ertragseinbußen befürchten zu müssen.
Kann man es riskieren, im Gerstenanbau mehr Ungräser und Unkraut stehen zu lassen, um die Artenvielfalt zu fördern? Antworten liefern Versuchsergebnisse aus Baden-Württemberg.
Pflanzenschutzmittel sollen gespart werden, Wirkstoffe fallen weg, Resistenzen nehmen zu – die Forderung nach mehr ackerbaulichen Maßnahmen ist mittlerweile ein Klassiker. Dass manche Bausteine des Integrierten Pflanzenschutzes aber gar nicht so einfach umzusetzen sind, zeigen Anke Kühl und Michael Roßberger.
Chemisch, mechanisch oder integriert – natürlich ist das unterschiedlich effizient. Mit Blick auf die Erträge und die Wirtschaftlichkeit werden die Unterschiede aber geringer, zeigt Klaus Gehring.
Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.
Neue Anbausysteme können deutlich komplexer und unsicherer sein als die traditionellen. Zudem rechtfertigt der Aufwand nicht immer das Ergebnis. Um dies aber im Einzelfall beurteilen zu können, braucht es deutlich mehr Experimente in der Praxis.
Zu trocken, zu nass, eingeschränkte Verfügbarkeit von Herbiziden oder der Wunsch nach dauerhafter Begrünung: Neue Ansätze wie der Streifenanbau versprechen nicht nur Abhilfe, sondern könnten auch neue Impulse für Pflanzenschutz und Düngung geben. Bernhard Bauer diskutiert die Chancen und Risiken.
Teure Betriebsmittel, strenge Umweltauflagen und der Klimawandel engen die Handlungsspielräume im Ackerbau zunehmend ein. Die Basis für wirtschaftlich erfolgreiche und resiliente Anbausysteme ist und bleibt der Fruchtwechsel. Doch wie kann dieser gelingen? Ulrich Lehrke zeigt, wo Sie ansetzen können.
Es ist der Albtraum eines jeden Ackerbauern: Ein unscheinbares Gras, das sich in die Felder frisst, Erträge vernichtet und ganze Fruchtfolgen ins Wanken bringt. Damit ist das Erdmandelgras gut beschrieben, zeigt Dirk Wolber.
Sind die Bedingungen für die Entwicklung von Schadpilzen günstig, reichen vorbeugende Maßnahmen oft nicht, um Schäden zu verhindern. Fungizide sind dann die Notbremse – aber nur, wenn der potentielle Schaden teurer als die Spritzung ist. Marco Beyer liefert konkrete Zahlen aus Versuchen mit Winterweizen.
Die Problemgräser Ackerfuchsschwanz und Weidelgras werden künftig öfter gleichzeitig auf einem Schlag auftreten. Was heißt das für die ohnehin schon vertrackte Resistenzsituation und -strategie? Johannes Herrmann zeigt, welche Optionen bleiben.
Bund und Länder stehen nach mehreren Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts unter Handlungsdruck. Die Bundesregierung ist dazu verpflichtet worden, in nationales Aktionsprogramm zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen zu erstellen. In der Urteilsbegründung betont das Gericht, dass das Aktionsprogramm der Erreichung der Ziele der Nitratrichtlinie (bzgl. des Nitratgehalts im Grundwasser und der Eutrophierung der Oberflächengewässer) dienen muss.
Das Schlagwort Digitalisierung hat in der Landwirtschaft an Glanz verloren. Zu oft verbinden Praktiker damit Bürokratie, inkompatible Systeme und mehr Arbeit statt Erleichterung. Während wir privat selbstverständlich digitale Helfer nutzen, vom Smartphone-Timer bis zur Navigations-App, stoßen Betriebe im Alltag schnell an Grenzen: Daten, die sich nicht austauschen lassen, Software, die nicht zum Betrieb passt, oder Lösungen, die mehr Zeit kosten, als sie sparen.
Beim Handelsabkommen zwischen der EU und Indien bleiben die für beide Seiten sensiblen Bereiche in der Landwirtschaft außen vor. Dennoch ergeben sich über den Zollabbau für EU-Anbieter Perspektiven im Agrar- und Lebensmittelsektor. Welche sind das? Und wie ist es um die Landwirtschaft im bevölkerungsreichsten Land der Erde eigentlich bestellt?
Im Oktober 2025 hat die EU den Rahmen für ihre Handelsbeziehungen mit der Ukraine überarbeitet. Parallel dazu laufen seit dem Herbst 2024 Verhandlungen über einen EU-Beitritt. Welche Folgen ein freier Zugang der Kornkammer Ukraine zum EU-Binnenmarkt hätte, analysiert das Thünen-Institut für Marktanalyse