Je mehr Zölle Präsident Trump verhängt, desto größer wird der Druck auf andere Länder, sich für neue Bündnisse zu öffnen. Die EU-Abkommen mit den Mercosur-Ländern und Indien stehen im Vordergrund, Australien soll folgen. Aber auch Kanada und China suchen wieder gemeinsame Linien und Brasilien hält in Asien nach neuen Absatzwegen Ausschau.
Bei der Kontrolle der Schilf-Glasflügelzikade lässt sich mit einer Anbaupause von Winterkulturen ein relativ hoher Effekt erzielen. Aber: Ist das nicht zu teuer? Gunnar Breustedt hat es durchgerechnet.
Eine knappe Mehrheit der EU-Parlamentarier hat sich offenbar an den Außentemperaturen in Deutschland orientiert und Mercosur "auf Eis gelegt". Vielleicht standen auch vor allem die mehrheitlich linken und grünen Abgeordneten im Nebel, sodass ihnen die Weitsicht fehlte.
Wie können tiefwurzelnde Zwischenfruchtmischungen optimiert werden, um Hauptfrüchten wie Mais einen besseren Zugang zu Nährstoffen und Wasser im Unterboden zu ermöglichen? Genau das wird in dem Verbundprojekt RootWayS untersucht. Michaela Dippold und Henrik Füllgrabe stellen die bisherigen Ergebnisse vor.
Eine Herbstdüngung mit Stickstoff birgt unter bestimmten Bedingungen ein erhöhtes Risiko für Nitrateinträge ins Grundwasser. Dennoch kann sie je nach Kultur und Standort sinnvoll sein. Frank Lorenz und Caroline Benecke wägen die Vor- und Nachteile ab.
Nitrat im Grundwasser folgt keiner einfachen Logik. Die Dynamik ist enorm, und relevante Einträge stammen nicht nur aus der Landwirtschaft. Tobias Licha zeigt, worauf es bei der Probenahme und Bewertung der Nitratbelastung im Grundwasser ankommt – und was künftig besser werden muss.
Nach 30 Jahren Düngeverordnung fragt man sich, welche der vielen Vorgaben tatsächlich zielführend sind. Um das herauszufinden, hat der Bund Demonstrationsvorhaben in verschiedenen Modellregionen ins Leben gerufen. Unsere Autoren geben einen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse.
Und sie bewegt sich doch. Gemeint ist die EU, die 26 Jahre nach dem Start der Verhandlungen am Freitag (9. Januar) für die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit den Gründungsmitgliedern des Mercosur gestimmt hat.
Wer mit neuen Essideen erfolgreich sein will, benötigt dazu ein spezielles Umfeld: urbane Gesellschaften, eine lebendige und experimentierfreudige Kulturszene und eine intensive Forschungslandschaft. Berlin ist dafür ein besonders geeignetes Pflaster, zeigt Lia Carlucci.
250 000 landwirtschaftliche Betriebe, über 6 000 Lebensmittelbetriebe, zusammen mehr als 1,1 Mio. Arbeitsplätze und 300 Mrd. € Umsatz. Die Nahrungsmittelerzeugung ist eine starke Branche.
Weniger Wirkstoffe bedeuten mehr Risiko. Eine HFFA-Studie zeigt: Mit jedem weiteren Wirkstoff, der entfällt, steigen Ertrags- und Einkommensverluste überproportional.
Kartoffeln in Brandenburg, Weizen in Schleswig-Holstein: Die Kalkulationen zweier Betriebsbeispiele zeigen, wie sich der Verlust zentraler Pflanzenschutzwirkstoffe betriebswirtschaftlich auswirkt.
Auf keinem Kontinent wächst die Bevölkerung schneller als in Afrika. Die landwirtschaftliche Erzeugung kann da nicht mithalten. In den kommenden zehn Jahren dürften allein die Getreidekäufe der Region um 35 Mio. t zunehmen. Dazu kommen stark steigende Einfuhren an Pflanzenölen, Fleisch und Zucker – die auch der EU neue Absatzmöglichkeiten eröffnen.
Südamerika gehört zu den Gewinnern der vielen von US-Präsident Trump angezettelten Handelskonflikte. Viele Käufer greifen vermehrt auf Produkte aus Brasilien oder Argentinien zurück. Und deren Aussichten sind damit weiter positiv.
Es geht eigentlich gar nicht um Zölle oder Wirtschaft. Vielmehr fechten die USA und China einen Kampf um die Dominanz in der Weltpolitik aus. Agrarexporte sind da nicht mehr als eine Figur auf dem Spielbrett, meint Carlos Mera.
Preise leiten sich zuallererst ab aus Angebot und Nachfrage. Aber noch ganz andere Faktoren nehmen Einfluss: Zölle und die Renationalisierung der Wirtschaft, Klimamaßnahmen, die Biokraftstoffpolitik oder Energiekosten. Was bedeutet das langfristig für unsere Agrarprodukte?
Innovationen im Bereich der Düngung, im Pflanzenschutz und moderne Züchtungsverfahren könnten helfen, Erträge zu sichern und Umweltwirkungen zu mindern – stoßen jedoch häufig auf ideologische Ablehnung. Matin Qaim erklärt, warum technologische Offenheit zur Voraussetzung für Ernährungssouveränität wird – und wie sich Fortschritt und Nachhaltigkeit verbinden lassen.
Mit häufiger auftretenden Sommertrockenphasen steigt vor allem bei Sommerkörnerleguminosen das Risiko von Ertragseinbußen. Unter welchen Bedingungen Sie stattdessen über den Anbau von Winterackerbohnen oder -erbsen nachdenken sollten, zeigt Magdalena Rangs.
Durch die klimatischen Veränderungen und den züchterischen Fortschritt werden die Anbaustrategien bei Braugerste immer vielfältiger. Wie die klassische Frühjahrsaussaat von Sommergerste, Winterbraugerste und im Herbst gesäte Sommergerste im Vergleich abschneiden, zeigen Markus Herz, Ulrike Nickl und Lucia Huber.