Im DLG-Podcast »Zwischenfrüchte neu gedacht« werden die nach wie vor vielen offenen Fragen zum Anbau diskutiert. Auch aus Sicht des Pflanzenschutzes gibt es dabei einiges zu bedenken.
Beregnung ist eine teure Angelegenheit. Die Möglichkeit, diese über Fernerkundungsdaten effizienter zu gestalten, erscheint verlockend. Doch bedeutet das nicht auch Ertrags- und Umsatzeinbußen? Paul Gütschow und Clemens Fuchs sind dieser Frage nachgegangen.
Setzen wir uns für einen Augenblick mal die Brille der USA auf und betrachten die Weltpolitik aus deren Sicht. Was wir als erratische und emotionsgetriebene Handlungsweise eines unberechenbaren US-Präsidenten sehen, ist aus der Sicht Washingtons eine kühl kalkulierte und durchaus auch erfolgreiche Politik.
Zwischenfrüchte sind bekanntermaßen aus vielerlei Gründen nützlich. Doch sie müssen nicht immer nur vor einer Sommerung stehen. Auch die kurze Zeit vor der Wintergetreideaussaat lässt sich produktiv nutzen. Worauf es bei der erfolgreichen Etablierung einer Sommerzwischenfrucht ankommt, zeigt Michael Gersmann anhand von Demoversuchen in Nordrhein-Westfalen.
Eine Aussaat von Zwischenfrüchten mit der Drohne in die noch stehende Getreidekultur kann verschiedene Vorteile bringen. Das Interesse aus der Praxis ist groß. Axel Vorwald, David Battefeld und Matthias Peter zeigen, wie das funktioniert und welche Herausforderungen es gibt.
Immer häufiger ist es zur Rapsaussaat trocken. Manche Betriebe haben sich aufgrund der unsicheren Feldaufgänge inzwischen sogar komplett von der vielerorts so wichtigen Blattfrucht verabschiedet. Wer nicht darauf verzichten will, muss unter diesen Bedingungen sehr viel Fingerspitzengefühl mitbringen. Wo Sie ansetzen können, zeigt Jana Peters.
Neben den vorgestellten Forschungsarbeiten gibt es weitere bereits abgeschlossene sowie noch laufende Projekte, die viel zu spannend sind, um sie in unserem Titelthema unter den Tisch fallen zu lassen. Deshalb stellen wir hier kurz und knapp drei zusätzliche wissenschaftliche Ansätze mit Potential für die Landwirtschaft von morgen vor.
Die sinkenden Proteingehalte sind momentan ein zentrales Thema im Weizenanbau. Ein entscheidender Hebel ist hier neben der Düngung die Sortenwahl. Dabei spielen die Proteinsicherheit und eine hohe N-Effizienz eine Schlüsselrolle. Christian Guddat, Martin Sacher und Jana Fritzsch zeigen, welche Strategien Sie bei der Anbauplanung abwägen sollten.
BaMMV, BaYMV, BYDV – blicken Sie noch durch? Bei der Virusresistenz von Gerste hat die Züchtung in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt. Es gibt tolerante, doppelresistente und multiresistente Sorten. Doch was bedeutet das eigentlich, und was brauchen Sie für Ihren Standort? Achim Seidel gibt einen Überblick.
Das Bodenleben ist essentiell für das Pflanzenwachstum. Kann die DNA-Sequenzierung Licht ins Dunkel des Mikrobioms bringen und zukünftig als Entscheidungsbasis für Pflanzenschutz und Düngung dienen? Ferenc Kornis teilt seine Sicht als Pflanzenbauberater.
So klein die unzähligen Lebewesen im Boden auch sind – ihre Bedeutung für die Stoffkreisläufe
ist riesig. Trotzdem gibt es noch große Wissenslücken. Ziel eines Forschungsprojektes war es daher, die Wechselwirkungen zwischen Anbaumaßnahmen, Boden-Mikrobiota und Pflanzen besser zu verstehen. Rita Grosch, Günter Neumann und Jörg Geistlinger stellen die Ergebnisse vor.
Bereits in der DDR wurde das Prinzip der partiellen Krumenvertiefung entwickelt. Damals mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit und die Erträge zu steigern. Nun zeichnet sich immer stärker ab, dass das Verfahren auch dem Klimaschutz dienen könnte.
Marisa Gerriets und Michael Sommer stellen Untersuchungen dazu vor.
Im Unterboden schlummern bisher ungenutzte Nährstoff- und Wasserreserven. Ein Forschungsprojekt zur streifenweisen Unterbodenmelioration mit Kompost liefert vielversprechende Erkenntnisse. Oliver Schmittmann stellt das Verfahren, die Technik und die Ertragseffekte sowie Nachhaltigkeit dieser Maßnahme vor.
Die landwirtschaftliche Bodenforschung hat durch millionenschwere Programme große Fortschritte gemacht. Das gilt unter anderem für die Bodengesundheit, den Humusaufbau und das Mikrobiom. Axel Don und Felix Seidel teilen neue Erkenntnisse.
Bereits bei der Geburt weist ein erheblicher Anteil der Ferkel nekrotische Veränderungen an peripheren Körperteilen auf – auch bekannt als Entzündungs- und Nekrosesyndrom beim Schwein (SINS). Welche Bedeutung hat dieses Phänomen für die weitere körperliche Unversehrtheit in der Säugezeit und der Aufzucht?
Auf das routinemäßige Schwanzkupieren zu verzichten, ist wohl eine der größten Herausforderungen für die konventionelle Schweinehaltung. Der Fütterung kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Eckhard Meyer zeigt die Stellschrauben.
Wie wirtschaftlich ist teilflächenspezifisches Arbeiten wirklich? Das hängt an vielen Faktoren. Das Projekt Diabek hat anhand umfangreicher Praxisdaten untersucht, welchen Einfluss eine Teilschlagbewirtschaftung auf Ertrag und Ressourceneffizienz hat.
Sich neue Wasserrechte zu sichern, ist fast unmöglich. 21 Landwirte im Rheinland haben es dennoch geschafft. Dank einer neuen Bewässerungsrichtlinie konnten sie den ersten Bewässserungsverband in Nordrhein-Westfalen gründen. Gemüsebauer Bernd Lemm ist einer der Initiatoren.