in den Versuchen üppig. Dem anschließend gedrillten Getreide bereitete die Pflanzenmatte keine Probleme beim Auflaufen. Foto: Gersmann
Sommerzwischenfrüchte. Balsam für strapazierte Getreidefruchtfolgen
Zwischenfrüchte sind bekanntermaßen aus vielerlei Gründen nützlich. Doch sie müssen nicht immer nur vor einer Sommerung stehen. Auch die kurze Zeit vor der Wintergetreideaussaat lässt sich produktiv nutzen. Worauf es bei der erfolgreichen Etablierung einer Sommerzwischenfrucht ankommt, zeigt Michael Gersmann anhand von Demoversuchen in Nordrhein-Westfalen.
Traditionen müssen nicht um jeden Preis von Dauer sein. Derzeit erfolgt in der Praxis in der Regel nach der Getreideernte ein- bis zweimal eine Stoppelbearbeitung, wodurch der Acker während der Zeit zwischen der Ernte der Vorkultur und der Neuansaat brach liegt. In dieser Phase bleibt die auf den Boden fallende Sonnenenergie ungenutzt und Wasser verdunstet unproduktiv. Das lässt sich durch den Anbau einer Sommerzwischenfrucht ändern. Diese gibt die Sonnenenergie in Form von Wurzelexsudaten an das Bodenleben ab. Außerdem wird der Boden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Für Sommerzwischenfrüchte gilt mit Blick auf die Ertragsbildung die Regel: »Ein Tag im Juli ist besser als eine Woche im August, und eine Woche im August ist besser als der ganze September«.
Planting Green – das »immergrüne« System
Planting Green ist eine spezielle Form des Zwischenfruchtanbaus, die eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung durch Pflanzen(-masse) vorsieht. Das System kann dazu beitragen, die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und die Biodiversität in Getreidefruchtfolgen zu erhöhen. Um die Effekte einer Sommerzwischenfrucht bewerten zu können, haben wir auf einem WRRL-Modellbetrieb in NRW Demoanlagen eingerichtet.