Das deutsche Düngerecht muss einmal mehr überarbeitet werden. Der Diskussionsprozess für die Neugestaltung ist in vollem Gange. Wo stehen wir aktuell? Und welche Weichenstellungen gibt es bereits?
Wie lassen sich Ammoniakverluste bei der mineralischen Düngung reduzieren und die Stickstoffeffizienz steigern? Antworten darauf liefert ein deutschlandweites Verbundprojekt. Andreas Pacholski, Sina Kukowski und Heinz Flessa stellen die Ergebnisse vor.
Silomais wird oftmals großzügiger mit Stickstoff versorgt, als es tatsächlich nötig wäre. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Düngung deutlich präziser an Boden, Witterung und Fruchtfolge anpassen ließe – ohne Ertragseinbußen befürchten zu müssen.
Was früher stark politisch geprägt war, wird heute zunehmend marktwirtschaftlich entschieden: Auch für Solarstrom zählt nicht mehr nur die Erzeugung, sondern auch die Vermarktung. Batteriespeicher werden zum Schlüssel. Cord Amelung zeigt, worauf es ankommt.
Mit dem Ländererlass der Finanzverwaltung aus 2024 hat sich die Wertermittlung grundlegend geändert. Standortflächen für Windräder und Freiflächenphotovoltaik verlieren ihre bewertungsrechtliche Zuordnung zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen. Die Werte steigen und bei der Hofübergabe drohen höhere Erbschaft- und Schenkungsteuern.
Birger Wesche zeigt, worauf Sie sich einstellen müssen.
Das Biomassepaket zwingt Betreiber von Biogasanlagen zum Umdenken: Weniger Volllaststunden, mehr Leistung, höhere Anforderungen an Speicher und Technik. Helmut Loibl zeigt, wie sich Bestandsanlagen anpassen lassen.
Sinkende Erlöse, steigende Finanzierungskosten und wachsende Unsicherheiten verändern die Spielregeln im Windmarkt. Was bedeutet das für Sie als Landeigentümer? Volker Henties zeigt die wichtigsten Entwicklungen.
Für Windprojekte ist das Jahr 2026 ein Jahr der Entscheidungen – und bis diese getroffen sind, ein Jahr der Unsicherheiten. Einerseits steht die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Netzpakets an. Andererseits haben die Länder noch bis Ende des Jahres Zeit, die vom Bund vorgegebenen Flächenziele für den Ausbau der Windkraft zu erfüllen. Mit der Bekanntwerdung dieser Informationen werden die zentralen Weichen für den künftigen Ausbau der Windenergie an Land gestellt.
Kann man es riskieren, im Gerstenanbau mehr Ungräser und Unkraut stehen zu lassen, um die Artenvielfalt zu fördern? Antworten liefern Versuchsergebnisse aus Baden-Württemberg.
Pflanzenschutzmittel sollen gespart werden, Wirkstoffe fallen weg, Resistenzen nehmen zu – die Forderung nach mehr ackerbaulichen Maßnahmen ist mittlerweile ein Klassiker. Dass manche Bausteine des Integrierten Pflanzenschutzes aber gar nicht so einfach umzusetzen sind, zeigen Anke Kühl und Michael Roßberger.
Chemisch, mechanisch oder integriert – natürlich ist das unterschiedlich effizient. Mit Blick auf die Erträge und die Wirtschaftlichkeit werden die Unterschiede aber geringer, zeigt Klaus Gehring.
NIRS-Sensoren am Drescher können in Echtzeit viele Inhaltsstoffe des Erntegutes messen. So zum Beispiel den Proteingehalt. Wie sich damit die Düngestrategie verbessern lässt, haben Steffi Fock, Yves Reckleben und Carsten Struve auf Praxisschlägen untersucht.
Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.
Neue Anbausysteme können deutlich komplexer und unsicherer sein als die traditionellen. Zudem rechtfertigt der Aufwand nicht immer das Ergebnis. Um dies aber im Einzelfall beurteilen zu können, braucht es deutlich mehr Experimente in der Praxis.
Zu trocken, zu nass, eingeschränkte Verfügbarkeit von Herbiziden oder der Wunsch nach dauerhafter Begrünung: Neue Ansätze wie der Streifenanbau versprechen nicht nur Abhilfe, sondern könnten auch neue Impulse für Pflanzenschutz und Düngung geben. Bernhard Bauer diskutiert die Chancen und Risiken.
Teure Betriebsmittel, strenge Umweltauflagen und der Klimawandel engen die Handlungsspielräume im Ackerbau zunehmend ein. Die Basis für wirtschaftlich erfolgreiche und resiliente Anbausysteme ist und bleibt der Fruchtwechsel. Doch wie kann dieser gelingen? Ulrich Lehrke zeigt, wo Sie ansetzen können.
Es ist der Albtraum eines jeden Ackerbauern: Ein unscheinbares Gras, das sich in die Felder frisst, Erträge vernichtet und ganze Fruchtfolgen ins Wanken bringt. Damit ist das Erdmandelgras gut beschrieben, zeigt Dirk Wolber.
Sind die Bedingungen für die Entwicklung von Schadpilzen günstig, reichen vorbeugende Maßnahmen oft nicht, um Schäden zu verhindern. Fungizide sind dann die Notbremse – aber nur, wenn der potentielle Schaden teurer als die Spritzung ist. Marco Beyer liefert konkrete Zahlen aus Versuchen mit Winterweizen.