Lisa Langbehn
Editorial
Man isst, weil man Nährstoffe und Energie zu sich nehmen muss – natürlich. Aber neben dieser elementaren gibt es auch immer eine soziale Komponente von Essen und Trinken: Es kann Gemeinschaft herstellen zum Beispiel, soziale Bindungen stärken. Und es lassen sich über die Art der Ernährung und der Lebensmittel, die man konsumiert, der eigene Status darstellen und persönliche Überzeugungen.
Da es im Laufe der Zeit aber immer wieder neue Ereignisse gibt und sich die sozialen Rahmenbedingungen ändern, entstehen auch immer wieder neue Erzählungen rund ums Essen und Trinken. Für Landwirte und die Ernährungsindustrie ist es daher gar nicht so einfach, sich auf Trends einzustellen. Denn ob das, was gerade aktuell ist, morgen vielleicht schon wieder überholt ist, lässt sich schwer voraussagen: Ist »nachhaltig« inzwischen doch nicht mehr so hoch im Kurs? Geht es beim Kein-Fleisch-Essen künftig stärker um die eigene Gesundheit als um den Tierschutz oder das Klima? Wie viel Potential steckt in den Ersatzprodukten für Milch und Fleisch für die heimische Landwirtschaft? Um diese Fragen dreht sich unser Dossier.
Ernährungstrends
Psychologie. Was wir warum essen
Essen hat immer auch einen psychologischen Aspekt. Der ändert sich allerdings im Laufe der Zeit. Wie sich die Funktionen und Narrative mit Blick auf das Essen entwickelt haben, zeigen Jens Lönneker und Marco Diefenbach.
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