Optimierungspotential entlang der Produktionskette der Milcherzeugung gibt es in jedem Betrieb. Oft sind zwar genügend Daten erfasst, aber sie müssten besser abgeglichen und verknüpft werden. Das soll ein gemeinsames Projekt von Krone, smaXtec und Siloking ermöglichen.
Lange konnte Michael Jünck die hohe Milchleistung seiner Herde nicht weiter steigern. Diese Grenze überschritt er erst, als er das Grundfutter, die Trockenstehperiode und die Kälberaufzucht neu organisierte.
Die Futteraufnahme und Pansenfermentation zu verbessern, ist der Schlüssel für höhere Leistungen. Dr. Daniela Marthold erklärt, um welche Kennzahlen es geht und warum es zu spät ist, erst beim Aufdecken des Silos zu reagieren.
Egal ob Haltung, Fütterung oder Tiergesundheit – Familie Helthuis versucht, schrittweise noch besser zu werden und Verzahnungen, die sich anbieten, zu nutzen. Einen großen Sprung haben das dreimalige Melken und die Daten des Pansenbolus gebracht.
Auch bei der Maissilageernte machen sich ein gutes Monitoring mit der gebenenfalls direkten Anpassung der Häcksellänge und -qualität bezahlt. Das bestätigt die Fortsetzung des Versuchs von Krone, Siloking und smaXtec.
Klimaschonende Anbauverfahren ohne Ertragsverlust – das ist ein Ziel, um das sich nicht nur Forschungsprojekte kümmern, sondern auch mehr und mehr die Praxis. Immer wieder zeigt sich bei dieser »regenerativen Landwirtschaft« jedoch, dass dies im einen Jahr funktioniert und im anderen nicht: Kulturpflanzen, Zwischenfrüchte und Bodenbearbeitung stehen in einem wechselseitigen Verhältnis, das z. B. je nach Wasserverfügbarkeit doch zu Konkurrenzsituationen führen kann.
DLG-Präsident Hubertus Paetow plädiert für einen neuen Produktivitätsbegriff. Landwirtschaft müsse ökologische Faktoren wie Klima, Biodiversität und Tierwohl stärker einbeziehen – und zugleich auf messbare, marktfähige Nachhaltigkeit setzen.
Nach Jahren des Wachstums steht die Landtechnik seit 2023 spürbar unter Druck: sinkende Umsätze, schwächelnde Exportmärkte, steigende Kosten. Während Märkte wie Südamerika und Indien stark wachsen, rappeln sich Europa und Deutschland nur langsam wieder auf. Die deutsche Landtechnikindustrie setzt dabei weiterhin auf ihre Innovationskraft.
Ein Überblick über Zahlen, Trends und Perspektiven.
Auf den DLG-Unternehmertagen stellte DLG-Präsident Hubertus Paetow das Konzept der Nachhaltigen Produktivitätssteigerung vor. Hier erklärt er, was es damit auf sich hat.
Wer bei der KI nicht mithalten kann, verliert – wirtschaftlich, technologisch und auch gesellschaftlich. Wollen wir den USA oder China die Stirn bieten, benötigen wir große Rechenzentren und dafür vor allem ausreichend Strom. Torsten Beyer erklärt, woran es hakt und zeigt Handlungsoptionen auf.
Welche Technik, Düsen, Geschwindigkeit? Beim Spotten gibt es viele Stellschrauben, um Einsparungen zu erreichen. Wie viel das tatsächlich bringt, zeigen Iris Schaper und Kai-Hendrik Howind.
Neben den vorgestellten Forschungsarbeiten gibt es weitere bereits abgeschlossene sowie noch laufende Projekte, die viel zu spannend sind, um sie in unserem Titelthema unter den Tisch fallen zu lassen. Deshalb stellen wir hier kurz und knapp drei zusätzliche wissenschaftliche Ansätze mit Potential für die Landwirtschaft von morgen vor.
Das Bodenleben ist essentiell für das Pflanzenwachstum. Kann die DNA-Sequenzierung Licht ins Dunkel des Mikrobioms bringen und zukünftig als Entscheidungsbasis für Pflanzenschutz und Düngung dienen? Ferenc Kornis teilt seine Sicht als Pflanzenbauberater.
So klein die unzähligen Lebewesen im Boden auch sind – ihre Bedeutung für die Stoffkreisläufe
ist riesig. Trotzdem gibt es noch große Wissenslücken. Ziel eines Forschungsprojektes war es daher, die Wechselwirkungen zwischen Anbaumaßnahmen, Boden-Mikrobiota und Pflanzen besser zu verstehen. Rita Grosch, Günter Neumann und Jörg Geistlinger stellen die Ergebnisse vor.
Bereits in der DDR wurde das Prinzip der partiellen Krumenvertiefung entwickelt. Damals mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit und die Erträge zu steigern. Nun zeichnet sich immer stärker ab, dass das Verfahren auch dem Klimaschutz dienen könnte.
Marisa Gerriets und Michael Sommer stellen Untersuchungen dazu vor.
Im Unterboden schlummern bisher ungenutzte Nährstoff- und Wasserreserven. Ein Forschungsprojekt zur streifenweisen Unterbodenmelioration mit Kompost liefert vielversprechende Erkenntnisse. Oliver Schmittmann stellt das Verfahren, die Technik und die Ertragseffekte sowie Nachhaltigkeit dieser Maßnahme vor.
Die landwirtschaftliche Bodenforschung hat durch millionenschwere Programme große Fortschritte gemacht. Das gilt unter anderem für die Bodengesundheit, den Humusaufbau und das Mikrobiom. Axel Don und Felix Seidel teilen neue Erkenntnisse.