Milchviehstall
Quelle: Wiermans

THG-Minderung Milchvieh. Bisher kaum honoriert

Die Molkereien müssen für ihre Abnehmer die Treibhausgase bilanzieren und verringern – diese Verpflichtung geben sie an die Milcherzeuger weiter. Finanzielle Anreize gibt es dafür aber selten, zeigen Jenny Lay-Kumar, Heike Kuhnert und Birthe Lassen.

  • THG-Minderung Milchvieh. Bisher kaum honoriert

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Immer mehr Molkereien erwarten von ihren Erzeugern eine Treibhausgasbilanzierung. Dafür bauen sie zunehmend Programme und Maßnahmen zur Treibhausgas (THG)-Minderung auf. Das belegt eine Studie des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft. An der Befragung nahmen 27 Molkereien teil, die schätzungsweise mehr als 60 % der deutschen Milchmenge repräsentieren. Bei mehr als der Hälfte fließen bereits Daten von 60 bis 80 % ihrer Lieferanten in die Treibhausgasbilanz des Unternehmens ein. 

Die Teilnahmebereitschaft der Landwirte hängt nach Einschätzung der Molkereien stark von der Honorierung ab. Milchverarbeiter, die derzeit keine THG-Bilanzierung von ihren Lieferanten verlangen, planen auch in den kommenden zwei Jahren keine Einführung. 

Konkrete Klimaziele

Elf Molkereien haben sich konkrete Klimaziele gesetzt, zehn weitere planen dies. Fast alle bilanzieren bereits auf Erzeugerebene. 
Zehn Molkereien haben sich den Zielen der internationalen »Science-Based Targets Initiative (SBTi)« verpflichtet, acht weitere planen dies. Die Initiative fordert bis 2030 Minderungen in der Größenordnung von rund 30 % in der Land- und Forstwirtschaft sowie bei nachgelagerten Produkten.  

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