Rüben. Auf einmal ist Zucker knapp
Noch vor drei Monaten sah es danach aus, als ob die Zuckerpreise im Tal gefangen blieben. Dann kam El Niño und jetzt folgen Hiobsbotschaften zu Missernten.
Wenn Rübenanbauer sich über Erträge von 45 t freuen, dann kann man von mehr als nur einer schlechten Ernte sprechen. In Süddeutschland, speziell in Südhessen, der Pfalz, Baden-Württemberg und Franken ist das vielerorts der Fall. Die Dürre hat viel Rübenertrag gekostet, aber SBR und Stolbur haben den Rüben den Rest gegeben. In der Südzuckerfabrik Offstein werden die Rüben auf der Miete im Fabrikhof schwarz. Die Verarbeitung ist nur eingeschränkt und trotz der vielen Sonnenstunden haben die Rüben oft nur 16 bis 18 % Polarisation.
Der niedrige Zuckerertrag trifft auf steigende Preise von 600 €/t Zucker ab Fabriktor und mehr. Auch aus Frankreich kommen schwache Rübenergebnisse, sodass der große Zuckerberg, den die EU-Unternehmen vergangenes Jahr angehäuft hatten, zunehmend schrumpft.