Milch. Die EU wird wettbewerbsfähiger
Das US-Agrarressort hat seine Prognose für das globale Milchaufkommen im Jahr 2026 deutlich nach oben korrigiert. Vor allem bei der EU packt die Behörde einiges drauf. Ein Großteil der Mehrerzeugung fließt in den gut laufenden Käsesektor.
Am deutschen Milchmarkt zeichnete sich bis zuletzt keine Entspannung ab. Der hitzebedingte Einbruch der wöchentlichen Anlieferungsmengen Ende Juni/Anfang Juli währte nur kurz, und schon Ende Juli war der Vorsprung zur Vorjahreslinie wieder auf gut 4 % angewachsen. Für die ersten sieben Monate des Jahres 2026 kommt die Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) für die landesweite Anlieferungsmenge sogar auf ein Plus von annähernd 6 %. Das läuft auf eine zusätzliche Menge an Rohmilch in der Größenordnung von etwa 1 Mio. t hinaus, die vermarktet werden will. Zwar drückte die große Hitze während der vergangenen Wochen die Gehalte an Fett- und Eiweiß nach unten, den Auszahlungspreisen der Molkereien half das bislang aber ebenso wenig auf die Sprünge wie die saisonal rückläufige Milchleistung der Tiere. Die Grundpreise bewegen sich fortgesetzt überwiegend zwischen 35 bis 40 Ct/kg, vereinzelt rücken die 30 Ct bedrohlich nahe. Auch der EU-Durchschnittspreis für Rohmilch befindet sich bereits seit Monaten im Sinkflug und lag zuletzt weit unter Vorjahr (Grafik).