Kameras. Big Brother im Kuhstall
Es kommen immer mehr KI-gestützte Kamerasysteme zur Überwachung der Kuhgesundheit auf den Markt. Was können sie und was bislang noch nicht?
Das digitale Herdenmanagement entwickelt sich mehr und mehr zum Standard in der Milchviehhaltung. Sensoren im Transponder, im Bolus oder in der Ohrmarke sind gängige Elemente, um Kühe zu überwachen. Die Sensortechnik entwickelt sich dabei zunehmend von einzelnen Messsystemen hin zu umfassenden Lösungen. Dazu tragen auch kamerabasierte und bildgebende Verfahren bei, meist verknüpft mit Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Verfahren erkennen automatisch, was sich auf den Videobildern abspielt und leiten daraus Empfehlungen ab. Verschiedene Neuheiten in diesem Bereich werden auch auf der EuroTier vorgestellt. In den kommenden Jahren werden die besten Ergebnisse voraussichtlich aus einer Kombination verschiedener Datenquellen resultieren (Multi-Sensor-Verbund). Deren riesige Datenmengen werden überwiegend mithilfe eines KI-Modells ausgewertet. Die Kameras und ihre leistungsfähigen KI-Auswertungsverfahren liefern Informationen, die mit den herkömmlichen Sensoren am Tier nur schwer zu erfassen sind. Eingesetzt werden sie u. a. in diesen Bereichen: