Ackerbau: Mit KI die Fruchtfolge planen

Welche Bedeutung kann KI in der betriebswirtschaftlichen und pflanzenbaulichen Entscheidungsfindung einnehmen? Ein Beispiel ist die Fruchtfolgegestaltung unter Berücksichtigung der Prämienmodelle. Paul Gütschow hat das ausprobiert.

Leistungen und Kosten einer Fruchtfolge entscheiden über ihren wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig beeinflussen weitere Faktoren die Anbauentscheidung: Standort und Boden, Fruchtfolgewirkungen, Arbeitsspitzen,  Technik, Arbeitskräfte. Hinzu können staatliche Förderprogramme kommen. Sie können dazu beitragen, einen Teil des wirtschaftlichen Risikos zu vermindern, sind jedoch in der Regel an zusätzliche Bedingungen geknüpft. Lohnt es sich tatsächlich, das Produktionsprogramm an die Förderbedingungen anzupassen oder wäre eine Fruchtfolge mit weniger Auflagen ohne Prämie wirtschaftlicher?

Die Fragestellung

Genau hier wird aus einer einfachen Frage schnell ein komplexes Entscheidungsproblem. Die maßgebliche Größe ist nicht allein die Höhe der Prämie. Vielmehr muss gefragt werden, wie sich die Rentabilität verändert, wenn zur Einhaltung der Förderbedingungen beispielsweise weniger von einer wirtschaftlich attraktiven Kultur und dafür mehr von einer anderen angebaut werden muss. Bereits bei wenigen Kulturen in der Fruchtfolge entstehen zahlreiche mögliche Kombinationen - das macht einen Vergleich und die Entscheidungsfindung schnell zeitaufwendig. 
 

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