Landwirt steht neben einem Lely Melkroboter
Quelle: Wiermans Viele Betriebe beschweren sich über eine zu große Anzahl Fehlalarme ihrer Roboter.

Digitale Überwachungssysteme. Mehrwert durch die Arbeit mit Daten

Digitale Überwachungssysteme liefern wertvolle Hinweise zur Tiergesundheit, aber nicht jeder Alarm bedeutet ein akutes Problem. Der Landwirt muss betriebsindividuelle Grenzwerte festlegen. Wir haben mit Christina Umstätter darüber gesprochen, worauf es dabei ankommt.

Frau Prof. Dr. Umstätter, wie sehen Sie die deutschen Landwirte hinsichtlich Digitalisierung, Robotik und KI aufgestellt?

Dr. Umstätter: Deutschland zählt bei Innovationen und Patenten in der digitalen Landwirtschaft weltweit zu den führenden Ländern. Dennoch stehen viele Praxisbetriebe z. B. bei der Nutzung der Künstlichen Intelligenz noch am Anfang. Hier sind auch die Hersteller und Anbieter von Landtechnik und Agrar-IT gefordert. Aber die Robotik ist vor allem in der Milchviehhaltung gut etabliert (Melkroboter, Fütterungs- und Anschieberoboter, Entmistungsroboter). Auf den Feldern ist sie dagegen noch wenig verbreitet. Die Gründe sind u. a. regulatorische Hemmnisse, begrenzte Leistungsdaten und hohe Anschaffungskosten. 

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