Seed Terminator. Lohnt sich der Einsatz?
Mit einer Hammermühle am Drescher lassen sich Unkrautsamen zerstören. Die Kosten für Anschaffung und Betrieb sind aber nicht ohne, die Druschleistung sinkt und der Dieselverbrauch steigt. Dass es sich trotzdem rentieren kann, zeigt Jacob von Zitzewitz.
In den vergangenen Jahren wurde ausgiebig zur mechanischen Unkrautbekämpfung vor allem mittels Hacken und Striegeln geforscht. In Australien wurde ein Gerät namens Seed Terminator entwickelt, das einen anderen Ansatz verfolgt: Es wird mechanisch eingegriffen, bevor die Ungras-Samen auf den Boden treffen und so ein Auflaufen unterbunden.
Die Verbreitung dieser Geräte ist in Europa und Deutschland bisher begrenzt. Es hat sich die Meinung etabliert, das Geräte wie der Seed Terminator in Europa nicht funktionieren können, da die zu verarbeitenden Spreu- und Kaff-Mengen viel zu hoch sind. Mit der »High-Capacity-Variante« wurde aber ein Gerät entwickelt, das speziell für diese Bedingungen ausgelegt ist. Allerdings ist der Anschaffungspreis hoch und die Hemmschwelle des Ausprobierens daher entsprechend groß.
Wegen eines immer größer werdenden Problems mit Welschem Weidelgras im elterlichen Unternehmen kam folgende Überlegung auf: Rechtfertigen die problematischen Folgen, die vom Weidelgras verursacht werden, die Mehrkosten? Und können bereits ergriffene Maßnahmen dadurch langfristig eingespart werden?