Zwischenfrüchte. Die Saat macht den Unterschied
Wie lassen sich Zwischenfrüchte zur Unkrautunterdrückung mit minimalem Bodeneingriff am besten etablieren? Günter Klingenhagen, Christin Böckenförde und Niklas Schulte stellen Versuche dazu mit dem CoverSeeder und Direktsaattechnik vor.
Optimal aufgelaufene Zwischenfrüchte liefern die beste Unkrautunterdrückung. Erreicht man das technisch eher mit einer CoverSeeder-Saat (CS-Saat) oder einer Direktsaat (DS-Saat)? Gibt es je nach Saattechnik Unterschiede im Auflauferfolg? Und welche Vorteile oder Schwachstellen sind mit der Zwischenfrucht in Direktsaat grundsätzlich verbunden?
Bei der »Saat im Schatten des Dreschers« wird die Zwischenfrucht unmittelbar nach der Getreideernte direkt in die Stoppel geschlitzt – und zwar möglichst binnen 48 Stunden. Dabei sollte möglichst wenig in den Boden eingegriffen werden. So wird z. B. ausgefallener Ackerfuchsschwanzsamen nicht in den Boden eingearbeitet und im Boden lagernder Samen nicht zum Keimen angeregt. Nach dem Ausfallen befinden sich die Ackerfuchsschwanzsamen noch für sechs bis acht Wochen in der primären Keimruhe. In dieser Zeit soll die Zwischenfrucht an den Start gehen und durch einen Wachstumsvorsprung die Keimung vom Ackerfuchsschwanzsamen unterbinden bzw. auflaufende Pflanzen überwachsen.