Erdmandelgras
Ersteller: Jamie Quelle: stock.adobe.com Das Erdmandelgras verschleppt sich nicht nur über die Mandeln, sondern auch über Samen. Vögel nehmen sie auf und über deren Ausscheidungen verbreitet sich das Schadgras.

Erdmandelgras. Die Lage wird immer ernster

Es ist der Albtraum eines jeden Ackerbauern: Ein unscheinbares Gras, das sich in die Felder frisst, Erträge vernichtet und ganze Fruchtfolgen ins Wanken bringt. Damit ist das Erdmandelgras gut beschrieben, zeigt Dirk Wolber.

Was vor wenigen Jahren noch als Randphänomen galt, bedroht inzwischen Hunderttausende Hektar, unterläuft jede Bodenbearbeitung und übersteht selbst strenge Winter. Erdmandelgras konnte sich auf allen Kontinenten verbreiten, in Deutschland sind allein in Niedersachsen mittlerweile etwa 200 000 ha befallen. Besonders unter dem nassfeuchten Jahreswechsel 2023/2024 konnte sich das Erdmandelgras neben Niedersachsen aber auch in anderen Regionen Deutschlands, in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz besonders rasch vermehren. Es nutzt dabei eine effektive »Technik«: Einerseits werden Mandeln als Überdauerungsorgan gebildet, die austreiben. Außerdem gibt es eine generative Vermehrung über Samen – die aber einen viel kleineren Teil ausmacht.

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