Rapspreise. Wie lange hält der Höhenflug?
Während die Schätzung für die Rapsernte in der EU zuletzt weiter gekürzt wurde, ging es bei den großen Exporteuren aufwärts. Den Notierungen in der EU tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Am Terminmarkt wird die Ölsaat bis zur Ernte 2027 bei mehr als 550 €/t gehandelt. Das spricht für fortgesetzte Knappheit. Was steckt dahinter?
Die Schätzungen für die Rapsernte in der EU sind in den vergangenen Tagen noch einmal etwas nach unten korrigiert worden. Stellvertretend dafür steht die Erwartung der EU-Kommission, die zuletzt weitere dürrebedingte Ertragsverluste (vor allem in Deutschland) in die Rechnung aufnahm und die gemeinschaftsweite Ernte 2026 bei Redaktionsschluss auf 19,4 Mio. t bezifferte. Statt des noch Ende Mai unterstellten Anstiegs um 0,7 Mio. t stellt Brüssel im Jahresvergleich nun also einem Rückgang in gleicher Größenordnung in Aussicht. Die Annahmen privater Analysehäuser reichen näher an 20 Mio. t heran, aber auch sie gehen damit von einem mal mehr, mal weniger merklichen Minus gegenüber dem Vorjahr aus.