Welthandel. US-Zölle ebnen den Weg für neue Allianzen
Je mehr Zölle Präsident Trump verhängt, desto größer wird der Druck auf andere Länder, sich für neue Bündnisse zu öffnen. Die EU-Abkommen mit den Mercosur-Ländern und Indien stehen im Vordergrund, Australien soll folgen. Aber auch Kanada und China suchen wieder gemeinsame Linien und Brasilien hält in Asien nach neuen Absatzwegen Ausschau.
Plötzlich haben es alle ganz eilig. Nur ein Jahr nach dem Amtsantritt von Präsident Trump sind die Handelsbeziehungen weltweit auf den Kopf gestellt. Nicht die Warenströme, wohlgemerkt. Denn die Zollankündigungen, Rücknahmen, Verhandlungen und ständigen Strafzölle aus politischen (nicht handelspolitischen) Gründen können langjährige Beziehungen zwischen Unternehmen nicht von einem Tag auf den anderen kippen.
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Zollvergünstigungen hin oder her: Weder Kanada noch die Mercosurländer haben eine so große Autoindustrie, dass Bosch auf den US-Markt für Einspritzpumpen verzichten kann – und für die US-Autobauer steht auch nicht von heute auf morgen ein anderer Lieferant bereit. Und auch Indien wird den Wein nicht aufnehmen können, der vorher in die USA ging, erst recht nicht die Wurstwaren.