Schweinefleisch. Am Weltmarkt fehlt ein Impulsgeber
Die aktuellen Preise sprechen nicht für eine Ausdehnung der EU-Schweinefleischproduktion. Angesichts der schwächelnden Nachfrage im In- und Ausland bietet sich das auch nicht an: China fällt als Großabnehmer zunehmend weg, gleichwertige Alternativen gibt es nicht.
Die Schweinehalter in der EU haben das jüngste Preistal hinter sich. Das zumindest legt die Entwicklung der Durchschnittsnotierung im Februar nahe. Das Plus von 4 % auf 1,52 €/kg (Mittelwert der Klassen S und E) ist erfreulich – mehr aber auch nicht, denn zum vergleichbaren Vorjahreswert klaffte Anfang März weiter eine große Lücke von fast 35 Ct/kg. Ebenfalls »nur« erfreulich: Die EU-Ferkelpreise zogen im gleichen Zeitraum um ein Fünftel (auf 54 €) an. Das spricht für eine zunehmende Nachfrage der Mäster, zum Vorjahr fehlten damit aber noch 13 €.
Wie sich die Schweinefleischerzeugung 2026 entwickelt, ist offen. Die jüngsten Schlachtzahlen für die EU weisen gegenüber dem Vorjahr nach oben. Im Dezember 2025 (weiter reichte die Datenreihe bei Redaktionsschluss nicht) legten die Schlachtungen zum Vorjahr jedenfalls um 6 % zu. Gleichzeitig setzt das unverändert niedrige Preisniveau aber auch keine großen Anreize zum Aufstocken der Tierbestände, was die Entwicklung in den kommenden Monaten ausbremsen wird.