Risikomanagement. Das Gebot der Stunde: Liquidität vorhalten
Wissen Sie ungefähr, was Sie am Ende des nächsten Monats auf Ihrem Konto haben werden? Die betriebliche Stabilität hängt stärker denn je davon ab, wie professionell Liquidität geplant, Forderungen gesteuert und Risiken frühzeitig erkannt werden. Worauf es dabei ankommt, zeigt Frank Romeike.
Volatile Märkte und steigende Betriebsmittelkosten prägen seit Jahren den wirtschaftlichen Rahmen der Landwirtschaft. Die drei Themenfelder Liquiditätsplanung, Forderungsmanagement und Zahlungsfristen sowie die Pflicht zur Krisenfrüherkennung rücken damit unweigerlich in den Mittelpunkt unternehmerischer Verantwortung. Sie sind keine Kür, sondern Grundvoraussetzung, um den eigenen Betrieb in unsicheren Zeiten belastbar aufzustellen.
Liquidität ist weit mehr als eine Finanzkennzahl – sie ist ein strategischer Frühindikator. Engpässe treten selten plötzlich auf, sondern kündigen sich über schleichende Veränderungen an: verzögerte Zahlungseingänge, steigende Kontokorrentlinien, wachsende Lagerbestände oder eine größer werdende Lücke zwischen Ausgaben und Erlösen.