Die aktuelle Versorgungsknappheit bei Düngemitteln sorgt seit fast fünf Wochen weltweit für Aufsehen. Die Preise dürften so schnell nicht wieder sinken, in Europa droht keine akuter Engpass.
Der Verbrauch wächst im Reich der Mitte 2026/27 nur wenig. Gegenwind gibt es wegen eines schwachen Wirtschaftsumfelds und Bemühungen, den Einsatz von Sojaschrot zu bremsen.
Beim weltgrößten Rapsanbieter nähern sich die Verbrauchzahlen 2025/26 langsam der Vorjahreslinie. Verwertung im Inland gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Die faktische Sperrung der Straße von Hormus dominiert weiter die Energiemärkte. Brentöl notiert zum Wochenbeginn weiter über 100 US-$ pro Fass. Raps hält sich oberhalb der Marke von 500 €/t.
Der fossile Rohstoff ist so teuer wie seit Mitte 2022 nicht mehr. Die Bombardierung iranischer Ölreserven und die Erwartung von Produktionsstopps in den Golfstaaten heizen die Angst vor einer Wirtschaftskrise an.
Der Start in die Düngesaison beginnt für Händler und Landwirte mit einem Preisschock. Den kriegerischen Konflikt im Nahen Osten bezeichnet der Londoner Informationsdienstleister Argus als ein "großes Risiko" für die Düngermärkte. Die Notierungen sind ausgesetzt.