Zucker. In Süddeutschland »brennt die Hütte«
Der Absatz sinkt, die Preise sind am Boden – alle Zuckerunternehmen müssen sparen. Besonders tiefe Einschnitte stehen bei der Südzucker an. Obwohl das Unternehmen den Anbauern gehört, erscheint die Position der Anbauverbände schwach.
Dass die Rübe die Königin im Ackerbau ist, stimmt schon seit einigen Jahren nicht mehr. Auf dem Feld setzt die Zikade ihr zu, im Markt die aktuelle Preismisere und der schrumpfende Verbrauch, der durch die Zuckersteuer auf Limonaden und andere Süßgetränke noch weiter zurückgehen dürfte. Alle Zuckerunternehmen reagieren mit Einschränkungen – was bleibt ihnen auch sonst übrig?
Für die Anbauer von Pfeifer & Langen gilt auch für 2027 noch die bisherige Preisableitung nach dem Flexpreismodell. Damit hängt der Rübenerlös am Zuckererlös. Für 2025 waren das bei 18 % Pol. voraussichtlich 37,50 €/t plus einer Nachzahlung im September. Davon gehen noch die individuellen Frachtkosten ab. Intern rechnet man für 2026 mit 30 €/t und für 2027 mit einem Rübenpreis in ähnlicher Höhe. Die Menge an Überrüben, die wie Vertragsrüben abgerechnet werden, wird 2027 von bisher 15 % auf 5 % gekürzt.