Milch. Der Mengendruck sinkt, die Nachfrage steigt
In der EU hat sich das Milchaufkommen zuletzt deutlicher der Vorjahreslinie angenähert. In Deutschland war davon wenig zu spüren, allerdings macht die rege Verbrauchernachfrage auch hier Hoffnung auf steigende Erzeugererlöse.
Der Milchmarkt in Deutschland und der EU befindet sich zur Jahresmitte in einer Phase der Konsolidierung. Nach dem deutlichen Preisrückgang seit Herbst 2025 gibt es vermehrt Anzeichen für eine Bodenbildung – wobei strukturelle Belastungsfaktoren aktuell bleiben. Auf Erzeugerebene ist die Lage ambivalent: Einerseits lag das EU-weite Rohstoffaufkommen bis Ende März weit über den Vorjahresmengen, mit empfindlicher Folge für die Erzeugerpreise (Grafik). Andererseits trifft die hohe Produktion der Molkereien auf eine zunehmend aufnahmefähige Verbrauchernachfrage – die deutlich gesunkenen Preise in den Supermärkten tragen ihren Teil dazu bei.