Kreuzungen. Foto: wiermans
Besamungserfolg. Landrasse-Sauen dulden anders
Umrauscherrate und Abferkelquote werden stark vom Management beeinflusst. Der Vergleich verschiedener Sauenherkünfte bringt jedoch auch einen deutlichen Rasseunterschied ans Licht. Dabei spielt das Duldungsverhalten eine entscheidende Rolle, zeigt Steffen Hoy.
Mehrere Sauenrassen oder Hybriden in einem Betrieb – das gibt es in der Praxis so gut wie nicht. Insofern fallen mögliche Unterschiede in Umrauscher- oder Abferkelrate zwischen den Genotypen nicht auf. Denn die Fruchtbarkeitsleistung der Sauen wird von vielen Faktoren, wie Stallklima, Gesundheitsstatus, Ernährung und korrekte Besamung, beeinflusst. Somit ist ein Rassevergleich streng genommen nur bei der Haltung von verschiedenen Rassen oder Kreuzungen in einem Betrieb möglich. Ein solcher Betrieb war die Basis für die Auswertung von Fruchtbarkeitsergebnissen über einen längeren Zeitraum, um mögliche Rasse-Effekte beim Besamungserfolg nachzuweisen.
Untersuchungen in einem Zuchtbetrieb
In der Zuchtanlage werden 112 Sauen im 3-Wochen-Rhythmus und mit eigener Remontierung in einem 2014 neu errichteten Stall gehalten. Es werden reinrassige Landrasse- (L) und Edelschwein-sauen (E) sowie Kreuzungen aus beiden (L x E bzw. E x L) gehalten. Die meisten Belegungen für die Erzeugung von Mastferkeln erfolgen mit Pietrain-Ebern. Die Säugezeit dauert im Mittel 26 Tage.