Getreide. Die Politik treibt die Preise, nicht die Hitze
Die Gersten- und Weizenernte bleibt entgegen aller Befürchtungen im normalen Rahmen. Aber beim Mais wird es eng, vor allem in Frankreich und Ungarn. Das kann sich noch massiv auf die Preise auswirken. Noch stärker aber wirkt die Ausweitung des Ukrainekrieges auf Häfen und Schiffe im Schwarzen Meer.
Mitten in der Ernte steigen die Getreidepreise. Das ist extrem ungewöhnlich. Die Hitze und Dürre ist nicht die Ursache – deren Auswirkungen auf die Erträge sind überschaubar. Die Gersten- und Weizenernte ist trotz der Hitzewelle ertraglich und vor allem qualitativ sehr gut vom Halm gekommen. Auch die Ernten beziehungsweise Ernteaussichten in Osteuropa sind sehr gut, ebenso in Indien. Nur in den USA soll die Weizenernte kleiner ausfallen, was allein aber nicht ausreicht, um den Preisanstieg der vergangenen Wochen zu erklären.