Rohölpreise. Es gibt deutlich Luft nach unten
Die Eskalation des Irankriegs hat im Juli zu einer neuen Preisspitze beim Rohöl geführt. Dabei birgt ein dauerhaftes Ende des Konfliks großes Abwärtspotential. Vor allem, weil die Rohölproduktion schneller wachsen dürfte als die Nachfrage.
Die erneuten Kriegshandlungen im Nahen Osten in der ersten Julihälfte zeigen, wie brüchig der ausgehandelte Friedensprozess ist. Auf die Attacken des Iran gegen Öltanker in der Straße von Hormus reagierten die USA mit dem Beschuss von Militäranlagen in Iran, woraufhin Teheran US-Militärbasen in benachbarten Ländern attackierte. Zudem spielte US-Präsident Trump kurzzeitig mit der (schnell wieder verworfenen) Idee, unter die Raubritter zu gehen und Frachtern für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus 20 % des Warenwerts als »Schutzgebühr« abzupressen.