Gelbrost. Ein neuer Gegner für unseren Weizen
Die wichtigste Vorsorgemaßnahme gegen Gelbrost sind resistente Sorten. Das Yr15-Resistenzgen bot über drei Jahrzehnte eine nahezu vollständige Resistenz gegen den Pilz in allen Stadien. Aber 2025 waren in Großbritannien kommerziell wichtige Sorten verstärkt infiziert. Philipp Schulz und Kerstin Flath zeigen, wie die Lage in Deutschland aktuell ist.
Gelbrost zählt zu den gefährlichsten und wirtschaftlich bedeutendsten Pilzkrankheiten im Weizenanbau. Aufgrund des hohen Schadpotentials werden die in Deutschland zugelassenen Weizensorten hinsichtlich ihrer Gelbrostanfälligkeit geprüft. Darüber hinaus erfolgt alljährlich ein deutschlandweites Monitoring der vorkommenden Gelbrost-Rassen durch das JKI. Dabei erwies sich die Rasse Warrior(-) als dominant.
In den Jahren 2024 und 2025 kam es in Deutschland vermehrt zu Braunrostbefall, dessen Ausbreitung durch die vorherrschenden Witterungsbedingungen, anders als bei Gelbrost, begünstigt wurde. Der Anbau resistenter Sorten verringerte das Gelbrostvorkommen zusätzlich. Das bedeutet aber nicht, dass der Gelbrost ein gelöstes Problem darstellt. Er ist immer für eine »Überraschung« gut.