Unterbodenmanagement. Altbewährtes neu entdeckt

Bereits in der DDR wurde das Prinzip der partiellen Krumenvertiefung entwickelt. Damals mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit und die Erträge zu steigern. Nun zeichnet sich immer stärker ab, dass das Verfahren auch dem Klimaschutz dienen könnte. Marisa Gerriets und Michael Sommer stellen Untersuchungen dazu vor.

Seit den 1950er Jahren wurden diverse Techniken für die partielle Krumenvertiefung in der DDR eingesetzt: vom Segmentpflug 
über Tieflockerer mit Leitblechen hin zum Krumenbasispflug. Letzterer ist die Grundlage des aktuellen CF-Pfluges. 

Foto: Lemken

Wozu »toten« Unterboden in den Oberboden holen? 

Zunächst erscheint diese Maßnahme widersprüchlich. Auch stellt sich die Frage, wie die Verlagerung des nährstoffreichen Oberbodens in den Unterboden dabei helfen soll, Bodenfruchtbarkeit und Erträge zu steigern. Doch es gibt Antworten: Durch die Vertiefung der Krume und den Aufbruch von Bodenverdichtungen wird der Wurzelraum vergrößert und der Zugang zu Wasser und Nährstoffen im Unterboden verbessert. Das führt in den häufig wasserlimitierten Ackerböden zu Ertragssteigerungen bereits im ersten Jahr. Zudem sind die in den Unterboden in maximal 50 cm Tiefe verlagerten Nährstoffe für die Pflanzen noch erreichbar.

So funktioniert die partielle Krumenvertiefung (pKV)

Direkt nach pKV

Um die langfristigen Effekte der partiellen Krumenvertiefung auf Bodeneigenschaften zu analysieren, wurden Proben im Oberboden, im Schacht sowie im Unterboden neben und unterhalb des Schachtes entnommen. Foto: Sommer

40 Jahre nach pKV

Foto: Gerriets