Schilf-Glasflügelzikade. Wo stehen wir zu Beginn dieser Saison?
Gute Rübenerträge 2025, geringer Befall mit SBR in Zuckerrüben und bakterieller Kartoffelknollenwelke – das lag vor allem an der Witterung. Aber die Schilf-Glasflügelzikade dürfte sich weiter ausbreiten. Was helfen kann, zeigen Johannes Hausmann und Christoph Joachim.
Die Schilf-Glasflügelzikade (SGFZ) ist eines der aktuellen Schreckgespenster des Ackerbaus, ein dominierendes Thema auf Fachveranstaltungen, Inhalt zahlreicher Vorträge und heiß diskutiert. Das Insekt ist gefürchtet als Überträger bakterieller Krankheitserreger. Dem gegenüber stehen Rekordernten bei Zuckerrüben und Kartoffeln im Jahr 2025. Wie kann die Landwirtschaft auf die Herausforderungen reagieren? Was wissen wir über die SGFZ? Woraus ergeben sich Lösungsansätze für ihre Bekämpfung?
Kurze Zusammenfassung der Biologie. Die Schilf-Glasflügelzikade schlüpft ab etwa Mitte Mai und begibt sich auf die Suche nach neuen Wirtspflanzen. Der Hauptflug fand in den zurückliegenden Jahren Ende Juni bis Anfang Juli statt. Die adulten Zikaden ernähren sich vom Phloemsaft der Pflanzen, ähnlich wie Blattläuse. Dabei übertragen sie die bakteriellen Erreger, die letztlich für die Schäden an den Kulturpflanzen verantwortlich sind (Siehe Kasten unten).