Anbauflächen. US-Bauern machen weiter wie bisher
Die Anbauflächen in den USA waren in der Vergangenheit immer ein Korrektiv. Bei niedrigen Preisen wurden Flächen stillgelegt, die Produktion eingeschränkt. Mit den neuen Subventionen bleiben die Flächen auch bei niedrigen Preisen in der Produktion. Das gibt Druck auf das Angebot und die Preise, so eine Pognose der Rabobank.
Die US-Bauern reduzieren ihre Aussaatflächen nicht, selbst wenn die Preise weiterhin langsam sinken. Das ist der zentrale Satz unserer Analyse zur Flächenentwicklung in den USA. In der Vergangenheit führten niedrigere Preise stets zu einem deutlichen Rückgang der angebauten Mais- und Sojabohnenflächen. Zum Beispiel fielen Mitte der 2010 er Jahre die Maisflächen nach einem Rückgang der Maispreise um fast zehn Prozent und stabilisierten sich schließlich ungefähr acht Prozent unter ihrem damaligen Höchststand.
Im heutigen Umfeld reagieren die angebauten Flächen weniger stark auf Preisrückgänge. Die aktuelle Ausgangsbasis zeigt, dass die Anbauflächen für Mais in den kommenden fünf Jahren bei etwa 38 bis 39 Mio. ha stabil bleiben werden. Sojabohnen erreichen etwa 32 Mio. ha und alle Weizensorten zusammen kommen auf rund 18 Mio. ha.
Während die Anbauflächen für Weizen und Sojabohnen damit auf die Niveaus der 2010 er Jahre schrumpfen (Grafik 1), werden die Maisflächen erhöht bleiben – um etwa 2 Mio. ha über dem vergleichbaren Zeitraum mit gedrückten Preisen (2014 bis 2020). Bundesstaatliche landwirtschaftliche Sicherheitsprogramme wie das »Agriculture Risk Coverage-« und »Price Loss Coverage-Programm« (ARC und PLC), die Ernteversicherung und wiederkehrende Einmalzahlungen verschaffen den Landwirten genügend Kapital, um weiterhin anzubauen – trotz immer engerer Margen. Die staatliche Unterstützung verringert den Anreiz, Fläche brachliegen zu lassen, hält die Bestände erhöht und die Preise gedrückt.