Thomas Künzel

  • Weltspiegel

Europa. GAP: Verursacherprinzip statt Subvention?

Steuern auf Mineraldünger? In einer Phase hoher Preise und knapper Märkte wirkt das wie ein Vorschlag zur Unzeit. Und auch Grenzausgleichsmechanismen für Agrarimporte sind schnell gefordert, aber schwer umzusetzen. Genau solche Instrumente stellt eine Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) aber in den Mittelpunkt – und liefert damit einen unbequemen Gegenentwurf zur bisherigen Agrarpolitik.

Nitratmesstellen
  • Düngung

Düngerecht: Systemwechsel bei roten Gebieten?

Die Agrarministerkonferenz öffnet die Tür für einen möglichen Kurswechsel in der Düngepolitik. Bund und Länder wollen prüfen, ob die pauschale Ausweisung "roter Gebiete" künftig ganz entfallen kann – zugunsten eines stärker verursacherbezogenen Ansatzes.

Fleischrinder in Australien
  • Agrarpolitik

Australien: Freihandel weniger schmerzhaft als befürchtet

Wer mit Australien ein Freihandelsabkommen anstrebt, weiß, dass er günstige Quoten für Rohstoffimporte bieten muss. Im Falle von Mineralien und Seltenen Erden ist das ja auch erwünscht, bei Agrarprodukten jedoch eher nicht. Es war also von Anfang an klar, dass die europäischen Bauern in den sauren Apfel beißen müssen – und zollfreien oder zollbegünstigten Zugang für Fleisch, Wein, Zucker und Milchprodukte schlucken.

  • Agrarpolitik

Debatte. Ernährungssicherheit ins Grundgesetz?

Was bedeutet Ernährungssicherheit eigentlich für den Staat – und welchen Rang sollte sie im politischen Zielsystem haben? Der Göttinger Agrarrechtler Prof. José Martínez plädiert dafür, "Ernährungssicherheit" als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Das hätte aus seiner Sicht weitreichende Folgen für Rechtsprechung, Verwaltung und Agrarpolitik.

Thomas Künzel
  • Meinung

Meinung Regulierungen. Hoffnungsvolle Zweifel

Die Stimmung ist angespannt: 29 % der Führungskräfte im Mittelstand blicken laut R+V Versicherung mit Sorge auf die Zukunft des eigenen Unternehmens – 2024 waren es erst 17 %. Sogar 69 % halten die deutsche Wirtschaft für stark krisengefährdet. Und in der Landwirtschaft fürchtet rund ein Drittel der Betriebsleiter eine nachlassende politische Unterstützung. Das ist kein Alarmismus, sondern schleichender Vertrauensverlust.