Die aktuellen Preise sprechen nicht für eine Ausdehnung der EU-Schweinefleischproduktion. Angesichts der schwächelnden Nachfrage im In- und Ausland bietet sich das auch nicht an: China fällt als Großabnehmer zunehmend weg, gleichwertige Alternativen gibt es nicht.
Der Verbrauch wächst im Reich der Mitte 2026/27 nur wenig. Gegenwind gibt es wegen eines schwachen Wirtschaftsumfelds und Bemühungen, den Einsatz von Sojaschrot zu bremsen.
Der Irankrieg führt zu einer Rallye beim Rohöl, China kauft wieder Raps in Kanada, in den USA stehen die Beimischungsvorgaben für 2026 an: Es gibt gerade einiges, das die Rapspreise in der EU stützt.
Beim weltgrößten Rapsanbieter nähern sich die Verbrauchzahlen 2025/26 langsam der Vorjahreslinie. Verwertung im Inland gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Der fossile Rohstoff ist so teuer wie seit Mitte 2022 nicht mehr. Die Bombardierung iranischer Ölreserven und die Erwartung von Produktionsstopps in den Golfstaaten heizen die Angst vor einer Wirtschaftskrise an.
Australien rechnet nach der sehr guten Rapsernte 2025/26 für das neue Wirtschaftsjahr mit einer kleineren Erzeugung, die dennoch an die 7 Mio. t heranreicht. Die Nachfrage der EU nach GVO-freier Ware hält die Preise hoch.