Pflanzenschutz: So viel wie nötig, so wenig wie möglich


Kaum ein anderes Thema bewegt die Branche so wie der "Pflanzenschutz". Die Landwirte sind vom Wegfall zahlreicher Wirkstoffe betroffen, finden in ihren Beständen immer mehr Resistenzen und es gibt weiterhin die politische Forderung nach deutlich geringerem Pflanzenschutzmitteleinsatz. In diesem Dossier informieren wir über aktuelle und künftige Themen rund um den chemischen, aber auch mechanischen Pflanzenschutz.

Gelbrost
Ersteller: JKI In der Feldsaison 2026 war Gelbrost bislang von geringer Bedeutung. So sah es nur vereinzelt im Frühjahr aus.

Gelbrostkontrolle. Das Timing ist entscheidend

Immer neue Gelbrost-Rassen gefährden den Bekämpfungserfolg. Welche protektiven und kurativen Möglichkeiten gibt es noch? Und wie leistungsfähig sind die verfügbaren Fungizide? Bernd Rodemann stellt eine Studie dazu vor.

  • Gelbrostkontrolle. Das Timing ist entscheidend

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Europaweit gab es in den zurückliegenden Jahren wiederholt ein massives Auftreten von Gelbrost im Weizen. Günstige Witterungs­bedingungen, die virulente Gelbrostrasse Warrior und neue Rassen wie auch der Anbau hochanfälliger Sorten förderten den Befall.
Traten diese Epidemien ehemals alle fünf bis sieben Jahre auf, ist mittlerweile der Erreger Puccinia striiformis europaweit verbreitet und kann Ertragsverluste von bis zu 60 % verursachen. Die rasche Bildung neuer Rassen und die Anpassung an die resistenten Sorten erschweren die Bekämpfung mittels Sortenwahl. Zudem treten neue Sensitivitäts­verluste durch Punktmutationen bei dem Pilz auf. Dennoch kommt der Wirkstoffvielfalt in Kombination mit der Sortengenetik wie auch dem Nutzen von Entscheidungs­hilfen zur gezielten Pathogen­bekämpfung eine hohe Bedeutung zu.

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