Weizen. Ist Klee ein guter Begleiter?
Die Idee, Weizen in weiter Reihe und mit einer Kleeuntersaat anzubauen, stammt aus dem Ökolandbau. Ob sich das Verfahren auch im konventionellen Anbau erfolgreich umsetzen lässt, wurde an der Fachhochschule Südwestfalen untersucht. Dennis Köpp, Steffen Hünnies und Tanja Schäfer stellen die Ergebnisse vor.
Die Anforderungen an den Ackerbau verändern sich fortlaufend. Neben stabilen Erträgen und Qualitäten werden Biodiversität, Ressourcenschutz und die Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes immer wichtiger. Gleichzeitig führen klimatische Herausforderungen und zunehmende Einschränkungen bei herbiziden Wirkstoffen dazu, dass alternative pflanzenbauliche Strategien stärker in den Fokus rücken. Kleeuntersaaten im Winterweizen sind ein Beispiel dafür. Als Leguminosen können sie mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen. Dazu gehört die Förderung der natürlichen Unkrautunterdrückung, die Stickstofffixierung, die Verbesserung der Bodenstruktur sowie eine langfristige Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Zudem tragen sie zur Erhöhung der Biodiversität im Ackerbausystem bei. Im Rahmen eines mehrjährigen Versuchsprogramms der Fachhochschule Südwestfalen auf dem Versuchsgut Merklingsen wurde der Einsatz verschiedener Kleearten als Untersaat im Winterweizen untersucht.
Die Versuche liefen von 2021 bis 2025.
Die hier dargestellte Auswertung umfasst aber nur die Jahre 2021 bis 2024, da sich der Klee im Jahr 2025 unzureichend etabliert hat. Insgesamt wurden sechs Arten geprüft: Rot-, Weiß-, Schweden-, Gelb-, Erd- und Inkarnatklee. Ziel war die Bewertung geeigneter Arten als Untersaat mit Blick auf Unkrautunterdrückung, Ertragsbildung, Rohproteingehalt und Kornqualität im Weizen. Außerdem wurde untersucht, wie gut sich der Klee in Abhängigkeit von Reihenabstand (12,5 und 25 cm) und Saattermin (Herbst oder Frühjahr) etablieren lässt.