Ersteller: Natalia Kuzmina Quelle: stock.adobe.com Die Landwirte in den USA haben 2024 und 2025 zwar große Ernten an Mais, Soja und Weizen eingefahren, die Betriebserlöse hat das aber nicht in die Höhe treiben können.

USA. Was die Krise für die Farmer bedeutet

Zu den prominentesten Opfern von Donald Trumps Zollpolitik gehören die Landwirte. Für die aktuelle Krise vor allem im Ackerbau ist aber nicht der Präsident allein verantwortlich. Dahinter stecken Ursachen, die wir ebenso in Europa sehen können.

  • USA. Was die Krise für die Farmer bedeutet

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Ein Ackerbauer im US-Mittelwesten, der seine Produktion und die Liquidität im Griff hatte, konnte sich lange Zeit als »König der Welt« fühlen. Nicht ganz zu Unrecht: Eine durch technischen Fortschritt (sprich: herbizidtolerante Kulturen) überdurchschnittlich gesteigerte Produktivität und der unersättliche Sojahunger Chinas spielten aufs Beste zusammen.

Diese Überzeugung gerät jetzt mehr und mehr ins Wanken. Banken streichen landwirtschaftlichen Betrieben Kreditlinien, Insolvenzen nehmen zu, und auch in der landwirtschaftsbezogenen Wirtschaft bauen Schlachthöfe oder Maschinenfabriken Arbeitsplätze ab. Aus der ­Krise in landwirtschaftlichen Betrieben wächst, verstärkt durch den Abbau des Sozialstaates, eine Krise des ländlichen Amerika. Es sind nicht mehr nur die ökonomischen Herausforderungen, welche die Landwirte und ihre Familien umtreiben. Mit denen ist man bislang gut fertiggeworden. Nein, es ist die bange Frage, ob das Geschäftsmodell und somit die Grundlage der eigenen Existenz noch passen. Es ist auch eine mentale, nicht nur eine finanzielle Krise.

Man könnte sagen: Selbst schuld. Wa­rum wählt ihr als Landwirte mehrheitlich einen Präsidenten, von dem ihr doch aus seiner ersten Amtszeit wisst, wie bedenkenlos unkalkulierbar er mit Handels­beziehungen (Stichwort Zölle) umgeht? Die eine Antwort darauf lautet: Es geht eher ein Kamel durch das sprichwörtliche Nadelöhr, als dass ein kerniger Midwest-Farmer die Demokraten wählt. Eine andere Antwort lautet: Trump ist für viele negative Entwicklungen verantwortlich zu machen, aber nicht für alle. 

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