Telemetrie. Daten für eine bessere Betriebsorganisation
Die Telemetrie umfasst die automatisierte Erfassung, Übertragung und Auswertung von Maschinendaten und Prozessen. Dabei werben die Hersteller mit positiven Effekten auf Erträge oder Produktionskosten. Praktiker sehen den Nutzen allerdings woanders, zeigt eine Studie der Universität Göttingen. Hinrich Ilse, Hannes Meyer und Marius Michels fassen die wichtigsten Ergebnisse zusammen.
Die Digitalisierung landwirtschaftlicher Produktionssysteme schreitet deutlich voran. Moderne Landmaschinen erfassen heute eine Vielzahl von Betriebs- und Prozessdaten und übertragen diese über Mobilfunk an externe Server. Diese Form der automatisierten Datenübertragung wird als Telemetrie bezeichnet. Die Daten werden über den CANBUS der Maschine erfasst und anschließend auf digitalen Plattformen der Hersteller oder in Farmmanagementsystemen bereitgestellt. Doch wie sieht die Nutzung in der Praxis tatsächlich aus? Welche Vorteile sehen Landwirte in Telemetriedaten – und wo liegen die Grenzen der Technologie? Eine aktuelle Studie der Universität Göttingen ging diesen Fragen nach.
Effizienter durch Telemetrie
Telemetriedaten können beispielsweise Informationen über Maschinenstandorte, Arbeitszeiten, Motordaten oder durchgeführte Feldarbeiten enthalten. Mit der zunehmenden Verbreitung dieser Technologien sind hohe Erwartungen verbunden. Telemetrie soll landwirtschaftliche Betriebe effizienter machen, Arbeitsabläufe besser koordinieren und langfristig sogar zur Steigerung von Erträgen oder zur Senkung von Kosten beitragen.