Schwanzlänge. Was die Messung am Schlachthof aussagt

Schwanzbefunde gelten als Hoffnungsträger der Tierwohlkontrolle. Und mit Unterstützung von KI lassen sie sich mittlerweile am Schlachtband erfassen. Wie aussagekräftig die Länge des Schweineschwanzes wirklich ist, zeigt Mirjam Lechner.

  • Schwanzlänge. Was die Messung am Schlachthof aussagt

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Dass Tierschutzindikatoren, die am Schlachtband erhoben werden, stärker zur Bewertung der Tiergerechtheit einer Haltung genutzt werden, wird schon länger gefordert. Viele Schweinehalter würden das der bisher praktizierten »Zollstocküberwachung« von extrem detaillierten gesetzlichen Haltungsvorgaben vorziehen. Doch von einem solchen Systemwechsel sind wir weit entfernt. Dennoch werden Tierwohlindikatoren vermehrt am Schlachthof erfasst. Welche Schlussfolgerungen lassen sich beispielsweise aus dem Kriterium »Schwanzlänge am Schlachthaken« ziehen?

Am Schlachthof wird immer mehr Fokus auf die Beurteilung des Schwanzes vom Schwein als sogenannter »Eisbergindikator« gelegt – die Korrelationen zwischen Schwanzbefunden und anderen schlechten Organbefunden, sind unstrittig. In verschiedenen Projekten werden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz Narben verheilter Verletzungen, offene Verletzungen, Entzündungen und Infektionen, welche die Transportfähigkeit und Lebensmittelsicherheit betreffen, erfasst. Aber auch die konkrete Längenmessung ist ein Ziel (Beitrag: “Next Level Tierschutz). Für eine zielorientierte Anwendung dieser Technik, sei es als Basis für Bonuszahlungen oder zur Überwachung gesetzlicher Vorgaben, ist es wichtig, zu wissen, welche Grenzen bei der Interpretation der erhobenen Daten bestehen.

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