Ersteller: Rutt Die Förderung des Bodenlebens und damit der Bodenfruchtbarkeit sowie ein verbesserter Wasserhaushalt und eine hohe Biodiversität sind die Kernziele des Anbaukonzeptes.

Regenerative Landwirtschaft. Die neue Richtschnur?

Ist die Regenerative Landwirtschaft wieder nur eine neue »Sau«, die durchs Dorf getrieben wird? Ja und nein. Einerseits sind damit fast unglaubliche Versprechungen verbunden. Andererseits ist ihre Botschaft sehr wichtig, sich mehr als bisher um den Boden zu kümmern.

Kaum ein Begriff hat derzeit so viel Konjunktur wie die »Regenerative Landwirtschaft«. Ob er nur ein Schlagwort ist oder mehr dahintersteckt, daran scheiden sich die Geister. Jedenfalls klingt »regenerativ« erst mal besser als die verschlissenen Begriffe »nachhaltig« oder »integriert«. Nachdenkliche konventionelle Landwirte versprechen sich davon neue Wege jenseits des Ökolandbaues. Private Berater entdecken eigene Geschäftsmodelle. Und internationale Konzerne versuchen, mit der Selbstverpflichtung auf »Regenerativ« ihre Reputation mit Blick auf Investoren aufzubessern.  

Vor 40 Jahren redeten wir von »integriert«, vor 20 Jahren von »nachhaltig« und heute von »regenerativ«. Alle drei Begriffe bezeichnen, was zu ihrer Zeit als Abgrenzung zu »konventionell« empfunden wurde. Bei Lichte betrachtet ist die Grenze gar nicht so scharf. Immer schon haben Landwirte bestimmte Werkzeuge (Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte …) in unterschiedlichem Maß eingesetzt. Auch die Regenerative Landwirtschaft fordert nicht alles gleichzeitig, leistet aber auch nicht immer das, was von ihr verlangt wird. Im Grunde ist sie der zeitgemäße Begriff für guten Ackerbau. Und damit nicht ein System für Esoteriker, sondern die Verpflichtung für alle, immer besser zu werden.

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