Raps. Gute Ausgangslage für die neue Saison
Kanada und Australien rechnen mit deutlich kleineren Rapsernten, die Ukraine will stärker auf Öl- und Schrotexporte setzen. Und in der EU ist Rapsöl als Rohstoff in der Biodieselproduktion gefragt. Das spricht gegen eine deutliche Preiskorrektur nach unten in den kommenden Monaten – trotz der erwarteten großen EU-Ernte.
Glaubt man den Einschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), dann sieht sich der Weltrapsmarkt 2026/27 erneut einer mehr als reichlich versorgten Saison gegenüber. Liegt die Behörde mit ihren Ernteprognosen richtig, wären das keine guten Vorzeichen für die Entwicklung der Erzeugerpreise in der zweiten Jahreshälfte. Ob das so kommt, ist fraglich. Denn aktuell spricht einiges dafür, dass die US-Marktbeobachter die Ernten der großen Anbieter zum Teil stark überschätzen (Grafik 1) – und die Nachfrage unterschätzen.