Ölsaaten. Rohstoffsicherung im Fokus
Die Ernteprognosen für den Raps in der EU liefen bis zuletzt deutlich auseinander. Dabei ist am Ende nicht entscheidend, ob die Produktion 1 Mio. t größer oder kleiner ausfällt. Wichtiger ist, ob der Importbedarf gesichert ist – und hier bestehen noch Zweifel. Dazu kommen immer wieder Preisspitzen, ausgelöst durch Sprünge beim Rohöl, und auch der US-Sojamarkt liefert immer wieder Unterstützung.
Hitzebedingte Ertragsverluste in der EU, kriegsbedingte Probleme in der Transportkette der Ukraine, Preisspitzen beim Rohöl durch das erneute Aufflammen des Irankriegs – auf dem Rapsmarkt kam zuletzt einiges zusammen. Das spiegelt sich deutlich in der Entwicklung der Terminmarktkurse. In Paris kletterte der Ende Juli auslaufende Kontrakt für die neue Ernte (August 2026) von Mitte Juni bis Mitte Juli um weitere 32 auf 535 €/t in die Höhe. Seit Jahresbeginn steht unter dem Strich sogar ein Plus von rund 100 €/t. Der Novemberkontrakt legte im gleichen Zeitraum sogar noch stärker zu, und zwar um fast 110 auf 545 €/t. Das spricht dafür, dass im Rapsmarkt auch in den kommenden Monaten noch Musik drin ist.
Hitze kostet in der EU Rapsertrag
Für die EU steht schon jetzt fest, dass sich die mit dem deutlichen Flächenanstieg verbundenen Erwartungen an die Ernte nicht erfüllt haben.