Niederlande. H5N1-Impfung wirksam
Die Impfung gegen Geflügelpest (H5N1) bremst die Ausbreitung des Virus in Herden erheblich. Das zeigt eine mehrjährige Feldstudie der Universität Wageningen.
Demnach sinkt das Risiko eines Ausbruchs in geimpften Herden auf 10 bis 30 %. Bei ungeimpften liegt es bei 96 %. Den Untersuchungen zufolge ist neben der Grundimmunisierung auch die Auffrischungsimpfung entscheidend. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass die Impfungen mit einer aktiven Überwachung kombiniert werden sollten, da aufgrund der abgeschwächten Krankheitssymptome und verringerten Sterblichkeit ansonsten Ausbrüche unbemerkt bleiben könnten.
In Deutschland sind zwei Impfstoffe zugelassen. Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) hatte zuletzt Ende vergangenen Jahres dazu aufgerufen, verstärkt auf Impfungen zu setzen. Allerdings brauche es dafür auch positive Signale aus Handel und Politik. Für die Lebensmittelsicherheit besteht den Wissenschaftlern der Universität Wageningen zufolge höchstens ein minimales Risiko. Nur vereinzelt konnte genetisches Material der Krankheitserreger auf Eierschalen oder im Gewebe nachgewiesen werden. Infektiöse Viren wurden nicht gefunden.