Interview. ASP – ist eine Impfung in Sicht?
Von einer nachhaltigen Bekämpfung der Afrikanische Schweinepest in der Wildschweinpopulation sind wir weit entfernt. Eine Impfung könnte die Wende bringen. Ob die in absehbarer Zeit kommt, haben wir Sandra Blome gefragt.
Das Aufatmen in Sachsen war nur von kurzer Dauer. Erst Anfang März wurde die letzte ASP-Sperrzone aufgehoben – abgesehen von einem Schutzkorridor entlang der polnischen Grenze. Eine Erlösung für die betroffenen Schweinehalter. Schon Ende März dann der Rückschlag: Bei einem verendeten Wildschwein im Landkreis Görlitz wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Neben dem hoch aktiven ASP-Geschehen im Sauerland gibt es damit einen weiteren Hotspot in Deutschland.
Trotz größter Anstrengungen kommt man bei der Reduzierung der Wildschweinpopulation nur wenig voran. Mit Blick auf die Lage im Sauerland wird Kritik an der bisherigen Strategie laut. Auch das Thema Impfung wird dabei ins Spiel gebracht. Doch wie realistisch ist eine Unterstützung der ASP-Bekämpfung aus dieser Richtung? Wir haben mit Dr. Sandra Blome gesprochen, sie ist Leiterin des ASP-Referenzlabors beim Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und Koordinatorin eines EU-Projekts zur ASP-Impfung.